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  <title>The daily Life of a Psycho</title>
  <subtitle>(auch auf Deutsch)</subtitle>
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    <name>saciel</name>
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  <updated>2008-07-18T14:16:11Z</updated>
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    <title>Die Glorreichen Sieben I: Italienischer Bauernschmaus mit Erdbeerwölkchen</title>
    <published>2008-07-18T14:12:53Z</published>
    <updated>2008-07-18T14:16:11Z</updated>
    <content type="html">&lt;a href="http://www.gorgmorg.de/2008/07/18/die-glorreichen-sieben-zutaten/"&gt;http://www.gorgmorg.de/2008/07/18/die-glorreichen-sieben-zutaten/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die glorreichen sieben Zutaten:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kartoffeln &lt;br /&gt;Speck &lt;br /&gt;Eier &lt;br /&gt;Putenbrust &lt;br /&gt;Zucker&lt;br /&gt;Erdbeeren &lt;br /&gt;Brötchen/Semmeln &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ich damit tun würde:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zunächst werden die Brötchen gnadenlos zerrieben zu Paniermehl, evtl. kleiner Krustenstüchen übrig behalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kartoffeln werden in dünne Scheiben (ca. 5mm) geschnitten und in einer Hälfte des Paniermehls gewendet. &lt;br /&gt;Die Eier werden getrennt.&lt;br /&gt;Das Eigelb wird mit Muskat (evtl. Milch und Mineralwasser) zusammen mit den Kartoffeln und Spreckstreifen gebraten, da sind wir uns mal einig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Putenbrust wird vor der Zubereitung in Scheiben geschnitten und 1 Stunde lang (mind.) in italienischem Kräuteröl eingelegt und dann scharf angebraten, wer mag kann noch Pfeffer und Paprika drantun, die Alternative wäre, sie mit Rosmarinhonig zu bestreichen (aber ich hab keinen mehr ;_; ).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Pute mit Kartoffelschmaus servieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für den Nachtisch &lt;b&gt; Erdbeerwölkchen&lt;/b&gt; stellen wir zunächst das Paniermehl bereit. Wir achten darauf, zu große Erdbeeren zu halbieren, alles unter 3 cm Durchmesser ist ok. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir schlagen nun das Eiweis mit einer Prise Salz steif (!!! nicht nur schaumig) und rühren Löffelweise (!) den Zucker unter (auf 3 Eiweiß etwa 100g Zucker).&lt;br /&gt;Das Paniermehl wird flach auf einem Blech mit Backpapier ausgebreitet und darauf geben wir mit einem Löffel Schaumwölkchen, ca. 3 Löffel groß. Die Ränder werden mit Paniermehl bestreut, so dass man nicht kleben bleibt.&lt;br /&gt;Nun können die Wölkchen leicht rund geformt werden, darauf geben wir die mit Limettensaft abgeschmeckten Erdbeeren, ca. 3-4 Stück pro Wölkchen.&lt;br /&gt;Diese werden nochmal mit etwas Zucker bestreut, wenn ihr Rosenzucker da habt, nehmt den. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ganze kommt bei maximal 175°C (wegen der Erdbeeren) in den Backofen und bleibt da, bis der Baisér am Rand bräunlich wird. Er darf innen drin ruhig lätschig sein! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt; Dreiste Kopie:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Glorreichen Sieben Regeln:&lt;br /&gt;Eine der sieben Zutaten musst du durch eine eigene ersetzen. Ausnahme: Wenn du auf vegetarisch/vegan einstellt bist, kannst du auch die anderen unpassenden Aspekte ersetzen. &lt;br /&gt;Bitte nimm nichts ausgesprochen Kostspieliges oder Exotisches, damit man es auch wirklich nachkochen kann. Wenn es geht, halte die Beschreibungen der Zutaten möglichst neutral, also am besten keine Markennamen, wenn es geht. &lt;br /&gt;Kleinigkeiten wie “Ein Esslöffel Öl”, Essig oder Gewürze zählen nicht. &lt;br /&gt;Du musst es nicht wirklich nachkochen, aber genau beschreiben, was du mit all dem Kram (und nicht nur einem oder zwei) machst - wenn du es kochst, was wirklich grandios wäre, dann idealerweise mit Bild! &lt;br /&gt;Wie immer bei Stöckchen wäre ein Link zum inspirierenden Beitrag ganz super! &lt;br /&gt;Wenn es schmeckt, packs doch in den fressmorg, wenn du magst. &lt;br /&gt;Das Gericht braucht unbedingt einen Namen!</content>
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    <title>Feststellungen des Alltags I</title>
    <published>2008-05-22T15:03:13Z</published>
    <updated>2008-05-22T15:03:13Z</updated>
    <content type="html">Ich muss in meinem früheren Leben wohl ein Fischer oder Seefahrer gewesen sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immer wenn ich bestimmte Lieder höre, z.B. das der Lorelei (Ich weiß nicht was soll es bedeuuuten...) wie eben, brech ich in Tränen aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Besonders schlimm ist es mit dem Lied "Es waren zwei Königskinder...".&lt;br /&gt;Ich kann nichtmal den Text lesen ohne zu flennen. Echt schlimm.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Lied stammt aus dem 15. Jahrhundert, aber wirklich festgelegt sind nur die ersten 4 Strophen.&lt;br /&gt;Es gibt unzählige Textvarianten, von schön bis oberdeppert und die Geschichte hat auch unterschiedliche Enden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für gewöhnlich ertrinkt die Prinzessin auch, das kann aber sowohl als tragisch als auch als quasi "Happy End" geschildert werden.&lt;br /&gt;Das Lied basiert, da Autor und Herkunft unbekannt, mit hoher Wahrscheinlichkeit auf der Sage von "Hero und Leander".&lt;br /&gt;Ich meine... Prinz... Schwimmen... Licht das erlöscht so dass der Prinz ertrinkt, das ist wohl wirklich kaum ein Zufall. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sehr interessant ist auch, dass in 80% der Texte es ein "böses Nönnchen" bzw. eine "falsche Nonne" ist, die das Licht der Prinzessin heimlich auslöscht und so den Prinzen tötet. &lt;br /&gt;In den restlichen 20% ist es eine Hexe. Jaja die Kirche, ihre eigenen Verfehlungen schön abschieben, kennen wir ja :p&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="cutid1"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;I think I must have been a fishermen or sailor in one of my former lifes.&lt;br /&gt;Everytime I hear a special kind of folk song, like the song of Loreley, I have to cry.&lt;br /&gt;The worst is "Es waren zwei Königskinder..." (There where two children of kings?) I havn't found an english version.&lt;br /&gt;It's so sad, I can't even read the lyrics without crying.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;The song is from the 15th century, but the only standard form are the first four stanzas, there are uncountable versions of the other ones in plot and number. They may be nice, they may be stupid and even have different endings.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Usually the princess drowns herself, too. This may be depicted as tragical or a kind of "happy end". As the author and source isn't known, it is highly likeable that it roots in the greek saga of Hero and Leander. &lt;br /&gt;I mean, a prince... swimming... a light which gets taken out so the prince drowns... that's more than coincidence.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;It's really interesting, that in 80% of the textversions there is a "bad nun" or "false nun" who takes out the candle secretly to kill the prince. &lt;br /&gt;In the other 20% of versions it is the fault of a "witch". Yeah, right, dear church, of course you blame others for your own wrongdoings, we know that stuff :p&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;</content>
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    <title>Happy Easter, friendslist!</title>
    <published>2008-03-22T23:43:08Z</published>
    <updated>2008-03-22T23:43:08Z</updated>
    <content type="html">&lt;br&gt;&lt;a href="http://funny4myspace.com"&gt;&lt;img src="http://s145.photobucket.com/albums/r220/2funny2b/myspace/pic12/tooofunny12970.gif" border="0" alt="MySpace Comments"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;small&gt;&lt;a href="http://funny4myspace.com/pictures/top/1/view/12970"&gt;Send to friends / Add to profile&lt;/a&gt; &lt;br /&gt; &lt;a href="http://funny4myspace.com"&gt;&lt;b&gt;MySpace Comments&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;br&gt;&lt;img style="visibility:hidden;width:0px;height:0px;" border="0" width="0" height="0" src="http://counters.gigya.com/wildfire/CIMP/Jmx*PTEyMDYyMjkzMDg4MTImcHQ9MTIwNjIyOTMyNjQ4NCZwPTEzMjgxJmQ9aW1hZ2Umbj*=.jpg" /&gt;</content>
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    <title>Memes</title>
    <published>2008-01-28T21:17:57Z</published>
    <updated>2008-01-28T21:17:57Z</updated>
    <content type="html">&lt;a href="http://www.justsayhi.com/bb/fight5" style="display: block; background: url(http://assets.justsayhi.com/badges/687/857/fight5.j80kfewhxl.jpg) no-repeat; width: 296px; height: 84px; font-family: Arial, sans-serif; font-size: 42px; color: #fff; text-decoration: none; text-align: center; padding-top: 145px;"&gt;27&lt;/a&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.justsayhi.com/bb/death" style="display: block; width: 241px; height: 107px; background: url(&amp;#39;http://assets.justsayhi.com/badges/603/258/death.6jfrvje456.jpg&amp;#39;) no-repeat; padding-top: 75px; padding-left: 10px; color: #fff; text-decoration: none; font-family: Times New Roman, Arial, serif; font-size: 22px;"&gt;143,943 People&lt;/a&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</content>
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    <title>saciel @ 2008-01-26T15:52:00</title>
    <published>2008-01-26T14:52:57Z</published>
    <updated>2008-01-26T14:52:57Z</updated>
    <content type="html">&lt;div align="center"&gt;&lt;a href="http://www.buddytv.com/closedquiz/closed-quiz.aspx?quiz=36"&gt;Who is Your Ideal TV Boyfriend?&lt;br /&gt;&lt;img src="http://www.buddytv.com/closedquiz/images/results/tvboyfriend-dan.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.buddytv.com"&gt;Created by BuddyTV&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;</content>
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    <title>For Cayra</title>
    <published>2008-01-10T22:15:55Z</published>
    <updated>2008-01-10T22:15:55Z</updated>
    <content type="html">Hier meine Beste ;) genieße es.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Titel: Oh du blaues Morgenlicht&lt;br /&gt;Autor: Saciel&lt;br /&gt;Fandom: Original&lt;br /&gt;Warnungen: Slash, sap&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oh du blaues Morgenlicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wusste, es war soweit.&lt;br /&gt;Tagelang war ich angespannt, habe geseufzt und geächzt. Du fehltest mir so. &lt;br /&gt;Doch ich wusste, du würdest kommen. Du kommst ja immer.&lt;br /&gt;Auch wenn wir nur kurze Momente gemeinsam teilen können, so geben sie mir Mut, dran zu bleiben.&lt;br /&gt;Dran zu bleiben, trotz jeden Wetters, trotz jeder Last auf mir, trotz der schändlichen Behandlung, die ich Tag um Tag erleiden muss. &lt;br /&gt;Trotz der Missachtung, die mir widerfährt, wenn man mich benutzt als wäre ich ein Ding, etwas ohne Seele.&lt;br /&gt;Aber ich habe eine Seele! Eine Seele, die lieben kann!&lt;br /&gt;Und nichts liebe ich wie dich.&lt;br /&gt;Herbeigesehnt habe ich diesen Tag und nun endlich ist er da. &lt;br /&gt;Ich sehe wie er dich in den Hof bringt.&lt;br /&gt;Oh, wie wunderschön du bist! &lt;br /&gt;Verstohlen blitzt du hervor, machst einen auf scheu, dabei wissen wir beide, was in dir steckt!&lt;br /&gt;Du kannst so verdorben sein! Doch… auch so sanft, zart und liebevoll.&lt;br /&gt;Deine liebkosenden Worte haben mich in mehr als einer Nacht getröstet, doch viel zu selten zeigst du sie mir. Du tarnst es als Unfall, doch ich weiß genau… du willst es doch auch.&lt;br /&gt;Sei nicht so schüchtern, trau dich! &lt;br /&gt;Wehre dich gegen die Gesellschaft, die uns immer wieder aufs neue voneinander trennt! Sie haben dich nicht verdient, nur ich, ICH habe dich verdient!&lt;br /&gt;Ich weiß, ich bin ein Klotz, kühl, kantig und schon grau… doch ich habe innere Werte.&lt;br /&gt;Vielleicht kann ich nicht mithalten mit diesen metrosexuellen, modernen Hippies, doch auf mich ist verlass- seit vielen Jahren schon bin ich fleißig und tue meinen Dienst, ich würde dir die Sicherheit geben die du brauchst!&lt;br /&gt;Sei nicht so verschlossen!&lt;br /&gt;Öffne dich, öffne dich mir! &lt;br /&gt;Ich beschütze dich, vor allem was dort draußen lauert.&lt;br /&gt;Oh ja, ich sehe dich… deine zarte Haut,  dein keusch schimmerndes Blau… oh ja, ich rieche dich… deinen Duft, so durchdringend und männlich. Ich sehne mich  so sehr nach dir.&lt;br /&gt;Oh mein Süßer! Entspanne dich, lass dich in mich gleiten und fühle dich geborgen.&lt;br /&gt;Für dich bin ich immer offen, nur bleib, bleibe noch ein Weilchen!&lt;br /&gt;Unser Zusammensein bedeutet mir so viel, lass uns doch zusammen bleiben, höre nicht auf das, was die anderen sagen!&lt;br /&gt;Vergiss deine Pflichten, du brauchst sie nicht! Du brauchst nur mich…und ich brauche dich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein, warum so ungeduldig? Willst du schon gehen?&lt;br /&gt;Ja, ich höre sie auch, sie kommt näher. &lt;br /&gt;Du musst keine Angst haben, mein Lieber, mein Schöner!&lt;br /&gt;Halte dich nur fest an mir, ich schütze dich!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ach, so leicht lässt du dich entheben? &lt;br /&gt;Reichen dir gepflegte Frauenhände, um dich mir abtrünnig zu machen?&lt;br /&gt;Wie kannst du nur? Wie kannst du mir das antun?&lt;br /&gt;Weißt du nicht, wie sehr ich dich liebe?&lt;br /&gt;Wie kannst du es ernst meinen? Was soll ich auf deine Worte geben?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sieh nur, so schnell lässt du dich aufreißen!&lt;br /&gt;Nun flüsterst du diese süßen Worte einer Frau zu! &lt;br /&gt;Ist dir Treue denn gar nichts wert?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sieh nur, wie schnell sie dich vergisst! &lt;br /&gt;Sieh nur, wie schnell du in der Ecke gelandet bist! &lt;br /&gt;Zerknüllt, zerknittert und zerissen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oh, ich hoffe du bereust deine Entscheidung!&lt;br /&gt;Bei mir hättest du es besser gehabt.&lt;br /&gt;Doch so… so bleibt mir nur das Warten.&lt;br /&gt;Warten auf einen anderen Tag… &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;--&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sieben Tage. Wieder habe ich sieben Tage gewartet. &lt;br /&gt;Warum bist du so selten da? &lt;br /&gt;Kümmere ich dich so wenig?&lt;br /&gt;Erinnerst du dich an letztes Mal? Schämst du dich?&lt;br /&gt;Ja, jetzt kommst du angekrochen, ganz verhärmt im scheuen Rot.&lt;br /&gt;Oh du! Oh du! &lt;br /&gt;Ich liebe dich immer noch, mir ist egal wie du aussiehst… ich werde immer zu dir stehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Liebster, oh Liebster! Fühlst du es nicht auch?&lt;br /&gt;Es ist Frühling geworden, ist es nicht schön?&lt;br /&gt;Wir zwei, wir beide, zusammen… kann ich es glauben?&lt;br /&gt;Seit zwei Tagen schon bist du bei mir.&lt;br /&gt;Bist du mir nun treu? Oder wird dich wieder jemand rauben?&lt;br /&gt;Wirst du dich wieder rauben lassen, wenn sich die Gelegenheit bietet? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oh mein Herz!&lt;br /&gt;Du bleibst, du bleibst Tag um Tag.&lt;br /&gt;Nichts kann uns mehr trennen!&lt;br /&gt;Ich bin überzeugt, verzeih mir, dass ich an dir gezweifelt habe.&lt;br /&gt;Von nun an  bleiben wir zusammen- auf immer!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Deine seidig-weiche Haut an meine starken Wände…&lt;br /&gt;ab heute, bin ich der glücklichste Briefkasten der Welt.</content>
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    <title>Themenrückblicke</title>
    <published>2007-10-15T19:48:45Z</published>
    <updated>2007-10-15T19:48:45Z</updated>
    <content type="html">&lt;a name="cutid1"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="cutid2"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für den Kurs wurden wir in drei Gruppen zu 19 Teilnehmern aufgeteilt, auch wenn große Verwirrung herrschte, wer jetzt zu uns gehörte und wer nicht.&lt;br /&gt;Jeder Kurs bekam eine Lehrerin zugewiesen, und alle zwei Wochen sollte diese Wechseln, so dass jeder jede mal ausprobieren durfte. Wir hatten mit unserem Raum Glück, er war nicht zu groß, neu eingerichtet und hatte einen Klimaapparat. Von Effizienzdenken hatten die Shanghainesen wohl noch nix gehört. Statt Tafel eine Whiteboard Tafel, da wollte wohl jemand modern sein. Allerdings gingen alle paar Minuten die XXL Marker leeer und die Tafel wurde auch nie richtig sauber, so dass sie irgendwann im vollen Grau dastand und man weder die Schwarzen noch die weiß eingekratzten Schriftzeichen lesen konnte.&lt;br /&gt;Unsere erste Lehrerin, Ms Zhou, war grade 30 und verheiratet. Ihr Englisch war mittelprächtig und sie hatte einen mittelstrengen Unterrichtsstil, der später aber wohl strikter wurde. In der zweiten Woche schreiben wri regelmäßig Diktate, die angeblich an Herrn Breuer geschickt wurden.... nee, is klar!&lt;br /&gt;Wir waren recht fix und schafften ein paar Lektionen im Gegensatz zur Parallelklasse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die zweite Lehrerin, Yang Laoshi, war 26 Jahre alt, sah aber aus wie 12. Sie war 37 Kilo schwer und war einen Kopf kleiner als ich- mit 5 cm Absätzen!&lt;br /&gt;Eine liebenswerte, lustige Person, auch wenn wir sie ab und an damit ärgerten, sie einfach im Handgepäck mit nach Deutschland zu nehmen. Da schien sie gar nicht so ganz abgeneigt zu sein, denn ihr gefiel es in Shanghai nicht. So konnte man sie einfach in lange Unterhaltungen verstricken, und der Unterricht fiel Flach,d  afür machte sie auch Spezialthemen, z.B: stellte sie sämtliche Provinzen Chinas vor- bedauerlicherweise bekam ich aufgrund akuter Schlafanfälle davon kaum was mit.&lt;br /&gt;Ich erinnere mich allerdings als sie einen schweren Bildband abschleppte, sagte sie "oh, Nature is so heavy!" Einfach nur süß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir schrieben keine Diktate, darum lernte auch niemand und im Endtest hatten wir die schlechtesten Diktate überhaupt. Dazu zählte auch, dass sie Vokabeln aus zusätzlichen Themen an der Tafel abfragte, nur hatte sich die kaum jemand gemerkt, da es ohnehin schier unmöglich war bei den großen Sammelthemen die Bedeutung oder Aussprache jedes Wortes zur erfahren.&lt;br /&gt;Die Woche darauf kam eine neue Lehrerin, deren Englisch gleich null ging und die sich nichtmals vorstellte. Es ging das Gerücht um, sie hieße Zhang.&lt;br /&gt;In ihrem vorigen Klassen hatte sie sich fleißig den Ruf des Drachen der Nation erarbeitet. Sie hatte wirklich etwas Aufsehermäßiges, dass sie uns nicht verstand, wenn wir Fragen hatten half auch nicht grade. Ihre Unterrichtsmethoden waren extrem vereinfacht und sehr chinesisch, glücklicherweise waren wier sie schon nach einer WOche los. &lt;br /&gt;Doch die Lehrerin die danach kam, Li Laoshi, war noch schlimmer. Sie war jünger und sprach ansatzweise Englisch, doch ihre Unterrichtsmethoden waren komplett chinesisch. Viel Grammatik- die mir ja eh schon bekannt war- und stundenlanges Zeichenschreiben. Allerdings stellte ich erfreut fest, dass dies ansatzweise fruchtete.&lt;br /&gt;Wir waren wohl die Gruppe mit den meisten Lehrern, denn in der letzten Woche, hatten wir  nochmal Ms  Zhou, eine Assistentin die sich uns nicht vorstellte und mit uns die Lektion 28 zum 3. Mal wiederholte und eine Lehrerin, die wir mit unseren Fragen nach Wörtern wie "Schwul" und "Homosexualität" u.ä. wohl so verschreckten, dass sie am folgenden Freitag nicht wie versprochen kam.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu den Zertifikaten schrieb ich ja bereits was. Insgesamt denkte ich, dasss mir der Kurs schon was gebracht hat, da ich übers Semester recht faul gewesen war und nun alles nochmal in Ruhe wiederholen konnte, mit Kuerzzeichen einen Vorsprungen aufbauen... das Tempo war mir allerdings um einiges zu langsam gewesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="cutid3"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit den Chinesen kam ich jedenfalls besser klar als mit so manchem Kurskameraden. So schlimm wie oft behauptet sind sie nicht, dabei sind die Shanghainesen sowas wie die New Yorker Chinas. Mit den meisten Leuten kann man reden und zumindest Small Talk austauschen, so sie Mandarin verstehen. Die Angestellten im Supermarkt oder Café oder in Shops erinnern sich genau, ob man schonmal da war oder nicht. Durch das Wiedererkennen und freundschaftliche Verhalten fühlt man sich gleich viel heimlicher, von unterkühlt keine Spur.&lt;br /&gt;Auch von Kontaktscheue kann keine Rede sein, im Gegenteil, viele Chinesen habe ich als nah und herzlich empfunden. Manchmal auch zu nah für den europäischen Geschmack, da wird man auch schonmal von wildfremden Leuten geknuddelt. Wo man sich in Acht nehmen sollte, sind öffentliche Verkehrsmittel, dort werden Chinesen zu Raubtieren.&lt;br /&gt;Es stimmte allerdings, dass sie viel schmatzen udn rotzen. Es ist unglaublich, was für Töne aus so einer kleinen zarten Chinesin im Blütenkleid kommen können.&lt;br /&gt;An jedem öffentlichen Ort stehen darum Anti-Spuck Schilder.&lt;br /&gt;In Restaurants ist es manchmal nicht einfach, überhaupt beachtet zu werden und dann auch die richtige Bestellung zu bekommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="cutid4"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Hotel, wie auch die Uni befindet sich im nördlichen osten der Stadt, etwas weit ab vom Schusss. Um ins Zentrum zu kommen braucht man bei gutem Verkehr etwa 35 Minuten, mindestens. Das Hauptgebäude ist zehnstäckig, im ersten befinden sich die Meetingräume, Lobby, Bar und Rezeption sowie ein Zungang über einen wackligen Balkon zum Nebengebäude mit mehr Konferenzräumen und Internetcafé. Die Damen an der Rezeption sind oft nett, aber schwer von Begriff oder uninformiert. Die meisten können irgendwie Englisch, einige aber auch gar nichts. Im Hauptgebäude gab es zwei Aufzüge, jede Etage hat 20-25 Zimmer. Diese bestehen aus einem Bad, zwei steinharten Betten und Tisch inder Mitte, Komode gegenüber mit Fernseher und Kühlschrank, dann ein verlängerter Raum mit Teeecke die sich "Balkon" nennt. Teppichboden.&lt;br /&gt;Die Nebengebäude haben keinen Aufzug und sind steil gebaut, was ab em 2. Stock ätzend ist. Kein nutzloser Balkon, kein Teppichboden, kein Kühlschrank, weichere Betten! Teure Minibar.&lt;br /&gt;Wasserkocher und ein anständiger Kleiderschank. Auf den ersten Blick sauber, doch voller Ungeziefer. Ein Gebäude war so verschimmelt, dass umgesiedelt werden musste. Auch unser 2. Zimmer verschimmelt, aber schon unter Chemiekeule. Auch hier Insekten, Tausendfüßler, Ameiseninvasion.&lt;br /&gt;Wesentlich bessere Zimmermädchen, sehr gründlich, falten sogar das Klopapier. Für die total verfleckten laken können sie ja nichts, dafür aber 2 Worte Englisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="cutid5"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da wir wie erwähnt weit ab vom Schuss lagen udn nicht jeden Tag ein Tagesausflug drin war, waren wir fürs Fernsehen dankbar, wenn wir auch oft nur herumzappten. Wichtigster Sender war DW-TV, der auf Deutsch und Englisch sendet, sich aber leider ständig wiederholt. Als nächstes CCTV 9, dass sich stolz "Chinas einziger englischsprachiger Newschannel" nennt- und man fragt sich, wo denn da die ganzen englischsprachien nicht-Newschannels sind. Das SPrachangebot war ziemlich arm.&lt;br /&gt;Die Spezialisierung der Sender manchmal seltsam: Zwar gibt es auch die üblichen Kinder- und Musiksender, aber auch Sender, die nur koreanische Filme und Serien auf Chinesisch senden, oder nur Armeeserien bringen. Gute Filme erwischen ist Glückssache, Sendeplätze nimmt man nicht so ernst, Filme die für 20:30, 21:00 oder 22:00 angekündigt sind können bis 22:30 Uhr jeder Zeit anfangen. Komischerweise kommt das Making-Of oder eine Musicalkritik VOR dem eigentlichen Film. Wenn man Glück hat, wird ein Film auf Englisch mit chin. Untertiteln gesendet oder auf chinesisch mit chinesischen und englischen Untertiteln, oder halt nur auf Chinesisch, eine Regelung scheint es da nicht zu geben. Hochdramatische Serien werden rund um die Uhr zu 2-3 Folgen auf 3 Sendern gleichzeitig und auf rund 8 ingesgesamt gesendet. Ihre Besonderheiten sind Drama und hübsche Klamoten. Offenbar hatte China nur 8 solche Serien, denn sie laufen zu unterschiedlichen Zeiten wieder und wieder und wieder und wieder. Genauso werden ständig zwei Armee- und Polizeiserien wiederholt. Es ist völlig unmöglich Xi Youji aus dem Weg zu gehen (die Reise gen Westen), China hat ja nur die eine Fantasyserie, also muss sie in zig Varianten bis zum Erbrechen gesendet werden, irgendwann kann man keine Affengesichter mehr sehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Computereffekt ein den diversen Serien sind abgrundtief schlecht und auf groteske Weise überzogen, warum nur? Sie könnten es besser.&lt;br /&gt;Das Alter in Sachen Screentime ist wesentlich höher, mehr 20er, viel mehr alte Leute- denn was die empfehlen muss ja gut sein. China ist eien Nation auf Drogen!&lt;br /&gt;NOch nie sah ich so viele Werrbungen für Medikamente, Aufputschmitttel und seltsame Ampulllen, die man den Kindern ins Essen geben soll, damit sie ntelligenter werden. Gut 75% der gesamten Werbung. Außerdem emrkt man, dass das Wasser schlecht ist, denn noch ein großer Teild er Werbung wendet sich an Leute mit  Magenschmerzen und vor allem: La duzi (Durchfall). In einem Werbeblock (15. Min.) wird das Wort laduzi etwa 112 mal genannt. Das zweite ist Ganmao (Erkältung) mit 43 mal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="cutid6"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist kein Zuckerschlecken, grade in Shanghai, wo es heiß ist. Es gibt keine niedergelassenen Ärzte, entweder Apotheke oder Krankenhaus. Im Krankenhaus bekommt man als Tourist einen Fakenamen mit passender Krankenkarte. man muss die Karte bezahlen, die Untersuchung und das Equipment z.B. für Blutuntersuchungen. Wirklich untersucht wird man vom Arzt nicht, mittels Übersetzer muss man schon selbst wissen , was man hat, ehe man sich an der zentralen Apotheke verausgaben darf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Apotheken funktionieren als Alten-Kaffeeklatschsammelzimmer. Sie sind recht groß und von Zeit zu Zeit sind Krankenpfleger da, die Blutdruckmessungen durchführn oder tägliche Verbände wechseln. Wenn man als Langnase zum ersten mal eine Apotheke betritt, wird man erstmal von etwa 11-14 Apothekerinnen diversen Ranges in Beschlag genommen. Es gibt mehrere Thheken, in disem Fall 5, je nachdem was man hat wird man durchgereicht. Es gibt alles gegen alles, die Preise variieren zwischen 17 ct und 8 €. Die Medizin schmeckt oft widerlich und irgendwie stehen Chinesen auf diese Ampullen, die man außer mit den (versteckt) beiliegenden Spezialstrohhalmen gar nicht aufkriegen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="cutid7"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer sich in China auf die Straße wagt, ist selber schuld.&lt;br /&gt;Busse bremsen nicht für Menschen, Fahrradfahrer fahren einfach durch, am ehsten bremst ein Auto, aber auch eher selten.&lt;br /&gt;Dennoch laufen Chinesen kreuz und quer, wenn keine Verkehrpolizisten da sind. Das geht so, dass wie in London die Fußgänger bei Rot laufen und die Autos bei Grün dann endlich durchstarten. Bei dem Verkehr in Shanghai ist jeder private Autobesitzer entweder wahnsinnig oder reich genug, um sich um Zeit keine Sorgen machen zu müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Busse: Bushaltestellen gibt es häufig, man weiß nur oft nie, wo ein Bus herfährt. Die nächste Ahnung, wann er kommt, geben an großen Haltestellen Entfernungsmesser. Fahrpläne gibt es nicht, die Busse fahren, wie sie fahren. 2 Yuan und man kann bis zur Endhaltestellen fahren, wenn man willl. Demnach sind hier die wichtigsten linien durchgehend überfülllt, abends nur noch schlimmer, wenn dann die Klimaanlage nicht geht, Nacht Mattes.&lt;br /&gt;Wer an Knotenpunkten wie Nanjing Rd oder Stoffmarkt einstiegen will, sollte Zeit mitbringen. Die Chinesen stürzen sich auf Busse jeder will der Erste sein und kennt keine Freunde mehr, es wird gestoßen, geschubst und gebissen. der Busfahrer lässt auch jeden rein, selbst wenn der Bus dann nur noch Schritttempo fahren kann. Immerhin, wenn man einen Sitzplatz bekommt: Die Plastiksitze sind erstaunlich bequem.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Taxis: Man muss schon extrem aufpassen, vor allem am Flughafen- die meisten Fahrer sind Napper, man muss ständig kontrollieren ob man auch dorthin gefahren wird, wo man hin will. Der Preis pro Kilometer beträgt übrigens ca. 1 Yuan, damit ihrs wisst und nicht 600 Yuan pro 60 kilometer bezahlt.&lt;br /&gt;Die roten Taxis sind wirklich nicht zu empfehlen, sie fordern albern hohe Preise und Schenen das nicht mal zu merken. &lt;br /&gt;Empfehlenswert sind türkise (außer am Flughafen), hellgründe, dunkelblaue und goldene Taxis. Weiß ist auch okay, die kennen sich im Norden Shanghais allerdings nicht aus. Englisch spricht kein Taxifahrer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Metro: Die U-Bahnstationens ind Einkaufscentren für sich. Die Ticketautomaten kann man vergessen, die Schalter sprechen Englisch, was aufgrund mangelnder Lautsprecher leider nur zu erahnen ist. Am besten Metroplan mit sich führen und auf die begehrte Haltestelle deuten. Je nach Distanz zahlt man bis zu 4 Yuan pro Einzelticket. Das Metronetz wird bis 2010 ausgebaut, ab Ende Oktober soll ein Standardpreis von 2 Yuan gelten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rikshas: Wer Lebensmüde ist, kann es ja versuchen. Auf kurzen Strecken eine hübsche Sache, aber nichts wenn man über Kreuzungen muss, denn die werbefinanzierten Blechbüchsen fallen bald auseinander.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fahrradverleih: Vergiss es, der Aufwand lohnt sich nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</content>
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    <title>Shanghai- Reise, 59. - 60. Tag/ Journey to the East (End of Journey)</title>
    <published>2007-10-15T18:47:20Z</published>
    <updated>2007-10-15T18:47:20Z</updated>
    <content type="html">&lt;a name="cutid1"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="cutid2"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Dienstag, 2. Oktober 2007, 59. Tag&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kopfschmerzen quälen mich ohne Ende und dann auch noch früh aufstehen, igitt. Aber es geht nicht anders, Nicole muss um 12 auschecken. Ich helfe ihr beim tragen, nachdem wir den Koffer in den Abstellraum gestellt haben, gehts wieer rauf.&lt;br /&gt;Wieder Streit.&lt;br /&gt;Es geht mir so auf den Keks. Wir vertragen uns nach einer Stunde funkstille zwar wieder, aber ich bin auch froh, dass sie bald weg ist. Diese Frau hat nie gelernt, dass man um Freunde zu finden auch mal nett sein sollte und "Entschuldigung" kein Fremdwort sein sollte. Ich habe sie es nicht einmal sagen hören in den gesamten 2 Monaten außer in Sätzen wie "Sorry, aber ich finde x total bescheuert" u.ä.&lt;br /&gt;Ich fühle, wie mir ein Stein vom Herzen fällt, endlich etwas Stress gelöst wird. Das Leben mit Nicole war auslaugend udn schmerzend, ich fühle mich als Fußabtreter missbraucht und völlig alle. Ein richtiger Energievampir.&lt;br /&gt;Den Nachmittag verschlafe ich, teils wegen der Kopfschmerzen, teils weil jetzt noch jemand da ist, der mich wecken kann. Die Nacht werde ich durchmachen. Mehr Paracetamol, die Schmerzen machen mich wahnsinnig.&lt;br /&gt;Ich bringe Nicole zur Rezeption und dann noch zum Taxi.&lt;br /&gt;Mir ist gleich viel wärmer ums Herz.&lt;br /&gt;China hat mich letztendlich wohl doch verdorben.&lt;br /&gt;Erstmal duschen, frisch machen, Duschgel aufbrauchen, Sachen umpacken.&lt;br /&gt;Dann schlachte ich meine Melone, nach tagelagen rumliegen dürfte sie wohl reif sein. Jap. Ist sie.&lt;br /&gt;Ich steche mit meinem Minimesserchen hinein und sie platzt gleich geteilt auseinander. Praktisch, alles andere währe wohl echt albern geworden.&lt;br /&gt;Dnaach räume ich noch ein wenig auf, warum auch nicht? Ich habe viel Zeit und wenig zu tun, die ganze Zeit lesen ist bei meinem Kopf leider nicht drin.&lt;br /&gt;Schließlich liegt für die Zimmermädchen eine Art Gabentisch bereit, mit Tischen, Büchern, Pantoffeln in Übergroße, Tee, Honig, DVDs... alles halt, was man nicht mitnimmt oder mitnehmen kann. Ich schreibe ihnen ein Zettelchen und hoffe, dass sie sich freuen. Das ist freilich nicht selbstverständlich, sie könnten es als Almosen von den "doofen Langnasen" ansehen odeer es ist ihnen vielleicht nicht erlaubt, Dinge aus den Zimmern mitzunehmen. Von unseren Vorgängern ist jedenfalls einiges im Müll gelandet, was ich noch brauchbar sah, aber vielleicht schlägt da nur mein Hamstergen durch.&lt;br /&gt;Danach Melone Teil zwei, mal gucken, was das Fernsehprogramm so bringt. Nicht viel. Das wird eine lange Nacht.&lt;br /&gt;Als ich das Feuerwerk der Special Olympics Eröffnung schon gleichzeitig live und in der Glotze höre, werde ich doch etwas melancholisch. In diesem Land von Milliarden von Menschen fühle ich mich einsam, dabei ist es doch nicht mehr lang. Nur noch 8-9 Stunden, dann check ich aus. Da ich nicht wirklich  viel zu tun habe, außer meine zwei angebrochenen Stifte zu verschreiben, werde ich wohl die folgenden Seiten mit einzelnen Themenrückblicken füllen,d ie entweder zu kurz kamen oder zu umfassend für einen Tagesrückblick waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Die lass ich hier aus, kommen später)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="cutid3"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;3. Oktober 2007, 60. Tag&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist 5 Uhr morgens, ich habe von 1- 2:45 Uhr gedöst, jetzt anziehen, fertig packen, auschecken... und am Flughafen versauern. Das Thema Essen reich ich nach.&lt;br /&gt;Hoffentlich geht alles gut. ich will alles mitnehmen, aber vor allem will ich heil heim.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Okay~... es ist 8:11 Uhr und ich sitze am Flughafen, warte auf meinen Flug, der Schalter ist noch geschlossen.&lt;br /&gt;Da Nicole schon früher ausgecheckt war, wollte die Rezeptionistin noch 25 Yuan von mir, dabei hätte ich noch 40 wiederbekommen! Tss.&lt;br /&gt;So war das nicht verabredet. Es war zu früh, um Yu Laoshi anzurufen, was sollte ich machen, für Euro waren sie zu doof. Ich hatte noch 15 Yuan übrig, die nahm sie mir dann ab, also war ich endlich freii~&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Außerdem hatte ich es sgeschafft, genau 20 kg in den Koffer zu packen. Ein Taxifahrer fuhr mich zum Wujiaochang, wo ich eigentlich den Shuttlebus nehmen wollte. Doch ein Taxifahrer machte mir das verlockende Angebot von 50 Yuan, wäre sogar noch runtergegangen, aber ich hatte nur noch einen 5 € Schein und ein Passant überzeugte den Fahrer, dass es alles andere als Spielgeld war.&lt;br /&gt;Ich saß dann mit 3 anderen Chinesen meines Alters im Taxi, war wohl eine Studentenrundumtour. Praktisch. Angenehm, weniger geschleppe, kürzere Fahrzeit. Dank des Mantels holte ich mir aber fast einen Hitzschlag.&lt;br /&gt;Der wanderte erstmal in die Tasche. So konnte ich beim Checkin überzeugen, nur den mantel in der Tasche zu haben und durfte alles mitnehmen, auch an der Kontrolle lief alles gut, ich hoffte nur, dass niemand im letzten Moment HALT ruft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frühzeitig füllte ich die Ausreisepapiere aus, die sonst so gerne vergessen werden und dachte ich käm flüssig durch.&lt;br /&gt;Neiiiin, kurz vorm Ausreisecheck durfte man son Teil NOCHMAL ausfüllen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie erwähnt, saß ich dann am Schalter, schlief ne runde an meinem Rucksack bis der endlich öffnete.&lt;br /&gt;Das Flugzeug war wieder ein großes und ich bekam meinen Gangplatz, diesmal hatte ich soooo Schwein. Neben mir saß nämlich niemand. Mehr Platz!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gleich gab es was zu essen, Hähnchen Henan, sehr lecker.&lt;br /&gt;Danach gab es 7 Stunden nix mehr und das Licht war fast die ganze Zeit aus... dabei flogen wir tagsüber!&lt;br /&gt;Die Leute meuterten schon vor Hunger, dann kam der Grund, warum wir so lange warten mussten.... Spinattaschen. Eklige. Sie wollten wohl sicher gehen, dass wir seeehr hungrig waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Später in Helsinki wars eine kleinere Maschine, dort lernte ich Judith kennen, die auch mal an Bochum war, dann aber nach Passau wechselte und nun ein zweimonatiges Praktikum absolviert hatte, auch in Shanghai.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Leute in Finnland waren bei der Sicherheitskontrolle sehr sehr genau... die Tatschten echt überall hin. Was glauben die eigentlich, dass ich ne Bombe in der Hose zwischen meinen Beinen platziert habe?!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach 14 Stunden Gesamtreise kam ich endlich zuhause an, nie fühlte ich mich so fertig.... aber nur zwei Tage und ein Wochenende frei, denn danach ging es gleich mit meinem Tutorenseminar weiter....&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</content>
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    <title>Shanghai- Reise, 58. - . Tag/ Journey to the East</title>
    <published>2007-10-15T18:01:01Z</published>
    <updated>2007-10-15T18:01:01Z</updated>
    <content type="html">&lt;a name="cutid1"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Montag, 1. Oktober 2007, 58. Tag&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Sonntag verlief recht ereignislos, ich blieb im Zimmer, während Nicole mit ein paar anderen zum Frauenfußballfinale ins Stadion ging. Wir gewannen übrigens 2:0 gegen Brasilien. Yesssss~&lt;br /&gt;Ich schnappte mir im Supermarkt ein paar kleine Sachen, die ich in die Suppe schmiss und die auch sehr lecker, wenn auch sehr stopfend waren. Außer die Reisbällchen, bei denen ich wohl etwas falsch gemacht habe so dass sie zu Schleim zerliefen.&lt;br /&gt;Den Rest des Tages den ich eigentlich mit Lesen hatte verbringen wollen, guckte ich fernsehen und zerstörte mein Hirn mit Mein Kleines Pony auf Chinesisch, einer seltsamen Gameshow mit Hugo Egon Balder Klon und dem Film Lord of War.&lt;br /&gt;Mein Abendessen bestand aud Tsingtao-Cola und einem Granatapfel, der im Gegensatz zu deutschen Fabrikaten auch wirklich schmeckte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Montag morgen wurde es doch wieder später, da wir beide mit drähnendem Schädel aufwachten. Nach einem Müsli ging es aber doch los. Heute war es extrem heiß und sonnnig, ich fühlte mich schon nach wenigen Minuten gar.&lt;br /&gt;Im Stoffmarkt war ich begeistert, alles sah sooo schön aus. ich würde mich sowieso nur noch dort einkleiden , wenn ich hier leben müsste.&lt;br /&gt;Der Mantel lässt nicht viel Bewegungsfreiheit, ist aber ok, ich will eh abnehmen.&lt;br /&gt;Die Jacke zum Kleid ist perfekt, aber eben nur zum Kleid oder Vergleichbarem.&lt;br /&gt;Der zweite Kurzmantel war super, das Orange noch besser als ich dachte, sogar das Weiß sah gut aus!&lt;br /&gt;Auch wenn ich die Jacke noch zu meiner Hochzeit tragen könnte.&lt;br /&gt;Bräuchte nur noch den passenden Kerl. Na, liebes Horoskop, der September ist vorbei- wo war er denn, der Traummann, der Lebenspartner? Konnte er kein Englisch und hat sich nicht getraut sich auf Chinesisch vorzustellen? Tss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach wuselten wir zum Yu Garten, auf der Suche nach einem funktionierendem (!) Geldautomaten. Mein letztes Geld war für zwei Handbeutel passend zu Kleid und Mantel draufgegangen. Nach einer Weile fanden wir auch einen.&lt;br /&gt;Die finanzielle Flüssigkeit hielt jedoch nicht lange an, wir gingen direkt in das gerühmte "Kaufhaus", wo Nicole ihre Weiße und ich meine schwarze Hose bekam. Leider musste ich später im Zimmer feststellen, selbst in diese noch reinschwinden zu müssen... Ach ja, wenn man es *einmal* nicht anprobiert!&lt;br /&gt;Wir gingen auch an Tintensteinen vorbei, doch die waren üppig teuer und wenn, wollte ich natürlich einen guten Stein haben. Also weiter. Auf dem Rückweg wurde ich nochmal vom Oberchef angehalten, 80 Yuan waren sein letztes Angebot und das war akzeptabel, in der Seidenbox. Zum Vergleich, der selbe Ministein (ca. 10 cm) kostete in der Holzbox 533 Yuan. &lt;br /&gt;Nicole bekam ihre Schuhe und Jadeketten, so dass sie nicht bis zur Nanjing Rd jetten musste. Zum Abschluss gingen wir in die Antikstadt und kauften einige Münzen unter intensivem Handeln.&lt;br /&gt;Außerdem bekam ich endlich das ersehnte Schachspiel, sie verkaufte ein schönes großes für nur 200 Yuan, doch ich konnte es nicht bezahlen. Das kleiner konnte ich jedoch auf 100 Yuan runterhandeln- Yesss Strike!&lt;br /&gt;Es war allerding eine ganz schöne Schlepperei. Ausnahmswise hatte ich nichts dagegen, bei Mäcces zu essen. Danach ging es ins Abenteuer- Wie kommen wir nach Hause?!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir gingen erstmal nochmal durch den Park, der noch überfüllter war, als sowieso schon.&lt;br /&gt;Schließlich war Nationalfeiertag und wir bereuten langsam, überhaupt vor die Tür gegangen zu sein.&lt;br /&gt;Man könnte den Nationalfeiertag auch "Tag der Lustigen Hüte" nennen, da gehen die Chinesen mal so &lt;i&gt;rischtig&lt;/i&gt; aus sich raus und lassen die Puppen tanzen... indem sie sich seltsame Diademe, blnkende Teufelshörnchen oder dämliche Hasenöhrchen aufsetzten. Nicole probierte die begehrten Oktopusstäbchen mit semiger Begeisterung.&lt;br /&gt;Eientlich wollten wir an der großen Straße ein Taxi anhalten- nur hier waren noch mehr Menschen und die Straßen gesperrt, also zurück zum Taxistand.&lt;br /&gt;Dort wollte uns einer der ominösen roten Taxifahrer weiß machen, die Fahrt zum Hotel würde rund 125 Yuan kosten, worauf ich ihn einfach auslachte.&lt;br /&gt;Wir gingen eine andere Straße entlang, denn Fakt war: Wir bekamen kein Taxi.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So landeten wir, eigentlich zur Nanjing wollend, auf der südlichen Henan Rd, die zum Konfuziustempel führte. Viele Taxis- aber alle besetzt, die Glücklichen!&lt;br /&gt;Wir waren nuna ufgrund der Umstände bereit, etwas mehr als die üblichen 26 Yuan zu investieren, aber bestimmt nicht 125!&lt;br /&gt;Nicole wollte noch Geld holden, doch die einzige Bank hatte natürlich keine Maestroverbringung. Zum Glück hatte ich noch den 100 Yuan Schein den ich für die Airport Construction Fee (90 RMB) zurückgelegt hatte.&lt;br /&gt;Wir wieder zurück und auf dem Weg zum Stand zurück kam uns ein freies, türkises Taxi entgegen, das sogar anhielt!&lt;br /&gt;Kurz machten wir ihm klar, wo wir hinwollten und fuhren los- auf in den Stau!&lt;br /&gt;Nur war hier kein Durchkommen, nichtmal per Bus hätten wir die Tongji erreichen können, alles abgesperrt! Saftladen!&lt;br /&gt;Wie hätten wir denn so je heimkehren können/sollen?&lt;br /&gt;Gut, dass wir einen netten Taxifahrer erwischt haben- ja, glaubt es oder nicht, es GIBT sie wirklich!&lt;br /&gt;Zwar wohl nicht allzuviele, aber nun weiß ich, dass nicht alle Taxifahrer verpeilt oder auf maximalen profit aus sind.&lt;br /&gt;Auch der Sprachkurs zeigte endlich Wirkung, ich verstand zwar nicht jedes Wort des Fahrers, im großen und ganzen aber, dass die Straßen auf dieser Seite zwar gesperrt waren, wir es aber über Pu Dong versuchen könnten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit war ich als Taxianweiser vom Dienst einverstanden. Von Pu Dong aus waren wir ja schon öfter gefahren, also rechnete ich die 25-35 Yuan oben drauf, bisher war noch nicht viel auf dem Taxameter. Wir also raus aus dem Stau und rein in den Fuxing (E) Tunnel nach Pu Dong. Ein paar längere Straßen, bunte Lichter, doofe Ampeln und ab durch den Duanliang (E) Tunnel wieder runter von der Insel. Der Fahrer erklärte mir, dass dies der schnellste Weg zur Tongji sei. Den Tunnel durchraste er auch, bis zum Blitzkasten wo er pünktlich auf 40 km/h abbremste- Nn folgten wir noch Steidenstraßen, die wir ja schon kannten, doch statt 5 waren es diesmal nur 3 und wir waren ganz baff, als wir dann schon da waren und vor allem, dass das Taxameter nur 43 Yuan anzeigte!&lt;br /&gt;DAS war wirklich SCHNELL. Toller Taxifahrer.&lt;br /&gt;Er sah auch etwas fix und fertig aus. Ich bedankte mich artig auf Chinesisch und sagte ihm, dass wir, wenn ernicht gewesen wären, wohl nie angekommen seien (was ja auch stimmte). Das schmeckelte ihm und ich gab ihm auf 45 Yuan Trinkgeld, wenn es auch klein war, der Wille zählt und er schien auch drüber erfreut zu sein, zumindest nahm er es an und schien nicht beleidigt.&lt;br /&gt;Endlich auf dem Zimmer, ging es nache iner kurzen Nochmal-Anprobier-Session ans Koffer packen.&lt;br /&gt;Nach etwaigen hin und her packten wir meinen Koffer an die Rezeption - etwa 22 Kilo, also Goujibeeren, CDs, DVDs und Inkstein raus. Das müsste auch mit Jacke rein hinkommen- wird nur ne ganz schäne Schlepperei im Handgepäck, hofffentlich geht alles gut und ich darf alles mitnehmen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</content>
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    <title>Shanghai- Reise, 56. Tag</title>
    <published>2007-10-11T17:41:54Z</published>
    <updated>2007-10-11T17:41:54Z</updated>
    <content type="html">&lt;a name="cutid1"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Samstag, 29. September 2007, 56. Tag&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Samstag begann ja schonmal gut, eigentlich wollte ich ausschlafen, doch pünktlich um halb Neun begannen direkt vor unserem Fenster irgendwelche Arbeiten, die aus konsequentem Hämmern bestanden. Das Geräusch war irre laut, ging durch udn durch, mein Schädel fühlte sich an als wolle er platzen und das Beste: NIcole schlief so fest durch, dass sie schnarchte! UNd das als ich aus Verzweiflung aufs Klo flüchten wollte, wachte sie von einem geflüsterten "Oh Verdammt..." auf, das draußen mittlerweie eine Säge quietschte, schien sie dagegen nicht zu stören. Insgesamt genoss iche s von ihr bei einem Weckversucht gegen 12 Uhr erstmala ngeschnauzt zu werden, obwohl ja eigentlich SIE früh weg wollte... so döste ich noch bis Mittags herum, verzog mich ins Internetcafé um einen Hilferuf ins wer-weiss-was zu setzen und brachte Nicole ihre Frühstückspfannkuchen mit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwann ging es doch noch los in Richtung Fuzhou Rd und Nicole besorgte sich noch diverse Kuscheltierserien. Auf dem Rückweg kamen wir an einem Buchladen vorbei, der Bücher z.B. der konfuzianischen Lebensart in der Auslage hatte.&lt;br /&gt;Ich wollte sie mir nur chnell ansehen, aber DAS war natürlich zuviel für Ms. Nicole. Wie konnte ich es nur WAGEN in einen BUCHLADEN zu gehen, nachdem sie den Morgen über getrödelt hatte und wir die gesamte Fuzhou Rd nur für ihre Serien abgelaufen waren?!&lt;br /&gt;Was für eine FRECHHEIT, dass ich einen eigenen Willen und gar noch WÜNSCHE besaß! Wie konnte ich es nur versäumen Königin Nicoles Gedanken zu lesen?!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dementsprechend schlich sie mit einer tierisch entnervten (und entnervenden) Fresse hinter mir her, was mich unter Druck setzte, nervös machte und mir schließlich den Mut nahm, nach den Büchern im Schaufenster zu fragen.&lt;br /&gt;Ich hatte keinen Schimmer, warum sie so reagierte und scheinbar werde ich es auch nie erfahren, denn sprechen war nicht ihr Dng. Kommunikation? Ein Fremdwort.&lt;br /&gt;Als ich mich über dieses Verhalten aufregte, denn ich wollte wenigstens den Grund dafür wissen, dass wir für IHRE Sachen überall hinlatschten und ich nichtmal einen Buchladen betreten durfte, fuhr sie mich an wie eine Furie.&lt;br /&gt;Später sagte sie, ich hätte nicht darauf herumreiten sollen, sie hätte damit abgeschlossen.&lt;br /&gt;Blöd nur, dass ich keine Gedanken lesen kann.&lt;br /&gt;Und schön für sie, dass SIE sofort damit abgeschlossen hatte mich aus dem Laden zu ekeln.&lt;br /&gt;Eine ENTSCHULDIGUNG habe ich bis heute nicht bekommen und werde sie wohl auch nie erhalten. Sie ließ mich dann zurück und ich gab irgendwann auf, ihr zu folgen. Ich würde meinen Weg zum Yu Garten schon finden.&lt;br /&gt;Ich war wütend und enttäuscht, grade am Vorabend hatten wir uns über sehr persönliche Dinge unterhalten und ich schalt mich dafür, sie so vertrauensseelig behandelt zu haben. Womit hatte ICH so eine Behandlung verdient? &lt;br /&gt;Es war ja nicht das erste Mal, dass sie mich ungerecht schlecht behandelte oder ihre Aggressionen an mir ausließ.&lt;br /&gt;Es verletzte mich.&lt;br /&gt;Kurz vorm Yu Garten überholte ich sie dann und riss mich zusammen, um ihr das nicht auch noch zu zeigen.&lt;br /&gt;Wenige Meter weiter heulte ich dann aber doch, was ein echt erbärmlicher Anblick gewesen sein muss. Die Lust zum Shoppen war mir eigentlich vergangen und ich fühlte mich einfach nur deprimiert. Im Kaufhaus, das aus zig Läden bestand wie im Yu Garten zu Hauf zu finden waren, wurde ich dann wieder von einer Verkäuferin aufgemuntert, bei der ich schonmal war.&lt;br /&gt;Danach beschloss ich, mir den Tag nicht verderben zu lassen, zumindest versuchte ich es.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ganze wirkte sich zumindest gut auf meine Handelsfähigkeiten aus, eine Tasche aus guter Seide für 8,50€ und zwei Paar Pantoffeln für 4€, eine Jadekette für 50 Yuan und einen Seidenfächer von 180 auf 35 Yuan gehandelt. Dann im Kellerstockwerk war die Antikstadt. Tolles Teil. Viel schöner und in Holz eingerichtet und antürlich viele interessante Dinge zu sehen- die man sich eh nicht leisten konnte. &lt;br /&gt;Ich handelete eine Münze auf 22 Yuan runter, mehr war nicht dring, zu wenig Geld. An einer anderen Stelle wurden Drusen und Halbedelsteinbäume verkauft, die zumindest hübsch waren aber wer bitte kauft sich sowas?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im obersten Stock fand ich dann tatsächlich Sachen, die mir pasten. Leider waren die Leute nicht weit handelbar, irgendwie war ich kurz vorm Heulen und bekam das begehrte Stück für 110 Yuan... unter Verlust meines Stolzes -_-&lt;br /&gt;Gott, war das PEINLICH! Ich hasse meinen unausgeglichenen Gefühlshaushalt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte echt Hunger undg ing draußen auf die Suche, da waren ganze Straßen voll mit Spießfutter. Ich entschloss mich aber nur für einen kleinen Fruchtspieß, der am günstigsten war. Da ich zu blöd war, um eine Bushaltestelle zu finden, wollte ich ein Taxi nehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch da es schon Abend war kam natürlich so gut wie keins oder die Chinesen waren schneller. Ich kam mit zwei Amerikanern ins Gespräch und gab ihnen einige Tips zum Leben in Shanghai. Dafür nahmen sie mich im Taxi mit. Sie mussten nicht weit, nur zu einem Hotel nahe der Nanjin, lediglich Grundpreis 11 Yuan.&lt;br /&gt;Der Mann gab mir 15 Yuan und sagte "take care of the rest". Der Taxifahrer erwartete das Geld zu bekommen und den Taxameter neu einschalten zu können, aber ich bin ja nicht bescheuert. Ich wieß ihn an, weiter zu fahren, so musste ich nur 17 Yuan selbst zahlen statt 26.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Zimmer vertrug man sich dann irgendwie wieder, bzw. redete miteinander ohne nochmal was dazu zu sagen. Es wurmt mich aber dennoch, so behandelt worden zu sein ohne etwas entgegensetzen zu können.&lt;br /&gt;Zu dem richtete ich eine riesen Sauerei an, denn mein kandierter Fruchtspieß war plötzlich nicht mehr kandiert und klebe an allen Ecken- leider auch an meiner neuen Tasche.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</content>
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    <title>Shanghai- Reise, 50. - 55. Tag/ Journey to the East</title>
    <published>2007-10-11T17:21:31Z</published>
    <updated>2007-10-11T17:21:31Z</updated>
    <content type="html">&lt;a name="cutid1"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Sonntag, 23. September 2007, 50. Tag&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für meinen Geschmack standen wir viel zu früh auf. Aber was sollte man machen. Ich ging gleich zum Geldautomaten um mit dem am Vorabend unerhofft mitgeteilten Reichtum (von 50 €) im Supermarkt erstmal Brotähnliches und Suppe zu ergattern. &lt;br /&gt;Außerdem besorgte ich ein paar Haarspangen vom Straßenhändler, den Nicole auch suchen ging, aber er schien erneut vor ihr wegzulaufen.&lt;br /&gt;Gegen Mittag machten wir uns daran, mein Paket zur Post zu kriegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das war ein Unterfangen in sieben Akten und muss ziemlich dämlich ausgesehen haben, aber immerhin erheiterten wir die lokalen Einwohner.&lt;br /&gt;An der Post angekommen waren wir leicht fertig, aber das Schlimmste sollte erst noch kommen:&lt;br /&gt;Ich hatte extra sorgsam einen Zettel auf chinesisch vorbereitet mit allem drauf, was ich wollte. Dummerweise verstand das kein Schwanz. Es konnte nicht NUR an meiner Schrift liegen, denn ich hatte mir Mühe gegeben und an Schriftzeichen kann man, wenn man sie abschreibt, ja nicht sooo viel falsch machen. Ich denke es lag eher daran, dass die Leute nur Shanghai-Dialekt (Wu) sprachen. Klar zu machen, was ich wollte, war nicht einfach und für mich war es nicht einfach die Formalia auszufüllen. Ein jugendlicher Chinese, der auch Englisch konnte, half dann netterweise aus. Ebenso netterweise wies mir der Mann hinter dem Schalter zu, welchen Betrag ich auf das Paket zu schreiben hatte, um keine Steuern zahlen zu müssen.&lt;br /&gt;Hoffentlich geht das gut.&lt;br /&gt;Noch ein Akt war der Versuch, dem Posttypen klar zu machen, dass die zweite Zollerklärung außen aufs Paket sollte.  Völlig sinnlos. Ich gabs auf, hatte ja noch eine im Paket und nahm meine Registrierung entgegen. Zwei Monate soll es dauern, wenn ich Glück habe kommt das Paket also ca. zu meinem Geburtstag an.&lt;br /&gt;Wenn es kommt.&lt;br /&gt;Ich werde ab jetzt wohl tierisch nervös sein, denn in dem Paket sind so viele (literarische) Schätze und wenn sie verloren gingen wäre das für mich ein kleiner Weltuntergang :(&lt;br /&gt;Mittagsessen ließen wir ausfallen, ich ging unter die dringend nötige Dusche. Zwar hatte der Regen kurz aufgehört und die Sonne schien mit aller Kraft, die Luftfeuchtigkeit lag jedoch bei gefühlten 280%  und die Kleidung klebte sofort am Körper. Atmen? Unmöglich.&lt;br /&gt;Ich lernte ein paar Vokabeln, aß meine scharfe Suppe und sah fern, fiel aber um 19 Uhr ins Koma und Nicole folgte meinem Beispiel bald.&lt;br /&gt;Wir wurden erst um 21 Uhr vom Anruf ihrer Eltern geweckt... Uups.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="cutid2"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Mittwoch, 26. September 2007, 53. Tag&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Überraschung!&lt;br /&gt;Statt am Mittwoch, wie geplant, wurde uns am Montag verkündet, dass wir schon Dienstag die Abschlussklausur schreiben "dürfen". Klasse! Weniger Zeit, aber dafür eine Lektion mehr zu lernen. Schon unfair, wenn man die am weitesten Fortgeschrittene Klasse ist.&lt;br /&gt;Also wurde der Montag meinerseits mit intensivem Lernen verbracht- mangels Karten ganz auf chinesische Art- einfach so oft PinYin und Zeichen hinschreiben, bis man es rückwärts singen kann, von allen 15 Lektionen. Dann nach einer Pause noch 30 wiederholt und ein wenig Grammatik gelernt.&lt;br /&gt;Den späten Abend verbrachte ich damit, sämtliche Texte aus dem Buch zu lesen, bis ich die kleinste Schwäche ausgemacht hatte.&lt;br /&gt;Schließlich brummte mir nur noch der Schädel und ich ging schlafen, bzw. versuchte es, denn da Nicole das Lernen bis in die letzte Sekunde herausgezögert hatte (und um 23 Uhr anfing) saß sie noch länger am Schreibtisch.&lt;br /&gt;Am nächsten Tag: Kopfschmerzen aus der Hölle.&lt;br /&gt;Zum ersten Mal Paracetamol einschmeißen, damit sich der Kauf auch gelohnt hatte.&lt;br /&gt;Dann ran an die Klausur, die nicht sooo unglaublich schwer war, dachte ich zumindest.&lt;br /&gt;Ich schrieb mein erstes längeres Essay auf Chinesisch und die mündliche Prüfung verlief etwas schwach, so dass ich von Glück sagen konnte, nur 11 Punkte abgezogen zu bekommen. Dennoch versicherte mir meine Lehrerin, dass ich mich sehr schnell verbessert hätte.&lt;br /&gt;Nach einem Päusschen starteten Nicole und ich zur Fuzhou Rd um noch ein wenig einzukaufen.&lt;br /&gt;Sie war auf der Suche nach ihrer geliebten SERIE, ich schaute nach interessanten Filmen und fand auch einen Jackie Chan, den ich noch nicht kannte.&lt;br /&gt;Auf dem Rückweg besorgte ich mir eine Stange dieser kandierten beeren, die sehr gut schmecken sollten. Da die Spitze unbenutzt war und ich keine Verstaumöglichkeit hatte, war es gar nicht so einfach,  das Teil dann nach Hause zu transportieren, ohne jemanden zu erstechen. Vor allem da sich die Chinesen im völlig überfüllen Bus quasi draufwarfen!&lt;br /&gt;Gut, in dem Gedränge hatte ich auch schonmal den ein oder anderen (Selbst-)Mordgedanken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Foreign Languages Bookstore besorgte ich mir mit Nicoles befristeter finanzieller Unterstützung endlich die heißersehnte Anthologie chinesischer Literatur bis zu den Tang in englischer Sprache- ein echter Schinken.&lt;br /&gt;Zwar bekam ich ihn nicht mehr zum Angebotspreis, dafür abernach einem Klimmzug in die dritte Etage fast (!) in einem ordentlichen Zustand.&lt;br /&gt;Das Zeug zu schleppen war aber nicht einfach, weil schwer.&lt;br /&gt;Wir warteten 2 Busse an der Nanjing Rd ab, die alle von einer gefühlten Myriade Chinesen vollgestopft wurden, so dass man sich wirklich nicht nur fragte, wo zum Teufel die auf einmal alle herkamen, sondern auch, wie sich noch einer und noch einer reinquetschen konnte, wo ein Europäer den Bus schon fünf Mal voll genannt hätte, so dass die Türen nicht mehr zugingen!.&lt;br /&gt;Da uns langsam die Arme abfielen, nahmen wir den nächsten Bus, der, wie erwähnt, ebenfalls schnell überfüllt war. Besonders toll für mich, da ich quasi in der Tür stand. Dennoch kein Sauerstoff. Mur wurde mehrmals schwarz vor der Nase und die letzzte Haltesteller erschien mir unendlich weit weg. Um das Schlepperlebnis zu vervollkommenen, kaufte ich noch eine Wssermelone für meinen Vitaminbedarf und ordentlich zu trinken ein. Damit waren wir fix und alle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Beeren von der Stange schmeckten übrigens mäßig. Der Zuckerguss war wie von Paradiesäpfeln, das Zeug selbst schmeckte säuerlich nach Apfel-Pfirsich, bestand aber leider zu 80% aus Kernen. Natürlich konnte ich trotz aller Ermüdung nicht richtig schlafen, es war ja auch Vollmond und somit - diesmal wirklich! Herbstfest, was auch Live übertragen wurde im TV und von dieser Show hätte ich gerne mehr gesehen, aber es war ja zapping angesagt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute Morgen dann natürlich wieder Kopfschmerzen. ohne Ende, als ob es gar nicht mehr aufhören will.&lt;br /&gt;Immer noch Unterricht- mit 5-9 Leuten- Wiederholung der Lektion 30. Zu blöd, dass ich die jetzt schon kann!&lt;br /&gt;Noten bekamen wir auch gesagt,  ich bekam schriftlich wie mündlich 89 Punkte, ob das gut ist, oder nicht, weiß ich nicht- als Durchfallgrenze waren sowohl 85 wie auch 60 Punkte im Umlauf (es waren 60). Da Nicole nicht da war, verbrachte ich meinen Tag mit produktivem Fernsehen, Koffer aufräumen, Büchern aussortieren und waschen.&lt;br /&gt;Mein Internet-Café T-Shirt roch ja schon bestialisch nach Rauch, aber was da raus kam war Hammer!&lt;br /&gt;Pures Nikotin!&lt;br /&gt;Das Wasser war auch nach dem 4. Durchwaschen noch braun-gelb und stank, ich war so verzweifelt, dass ich zur Lavendelseife griff!&lt;br /&gt;Was ein wenig half. Was rauchen die Chinesen bloß!? Puren Teer?! Wen wunder es da noch, wenn ich jede Nichtraucheraktion unterstütze?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="cutid3"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Donnerstag, 27. September 2007, 54. Tag&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manchmal ist das Leben ein Arsch- oder besser gesagt: Dieses Hotel ist ein Saftladen!&lt;br /&gt;Da Nicoles Vater nicht in der Lage war, wie abgesprochen am Dienstag um Neun anzurufen und nicht meh reinen Tag warten konnte, rief er um 21 Uhr an- an MEINEM Eltern-Tele Tag!&lt;br /&gt;Und danach... oh Wunder, war das Telefon kaputt! Na Toll.&lt;br /&gt;Nicole ließ mich ihre IC Karte benutzen um meinen Eltern bescheid zu sagen, darauf alarmierte ich die Rezeption, die auch recht schnell zwei Telewerker vorbei schickte. Von denen sah sich einer die Leitung an und stellte fest, dass es an diesem Abend um 11 wohl nichts mehr würde.&lt;br /&gt;Sein Englisch war in etwa so gut wie mein Spanisch, aber der Kurs wirkt, wir konnten uns auf Chinesisch einigen. Er sollte am nächsten Tag um acht uhr morgens kommen, da wir ab Neun ja im Unterricht waren und ich gerne ein Auge auf die Sache gehabt hätte.&lt;br /&gt;Ja. Ich bin halt ein misstrauischer Mensch, die Zimmermädchen sind schlimm genug, weswegen ich Wertsachen und Papiere immer unterm Arm trage.&lt;br /&gt;Wir standen dementsprechend früh auf um rechtzeitig fertig zu sein, doch nach chinesischer Art tauchte niemand auf. Der Unterricht war auch ätzend- Grammatikanalyse- und das am letzten Tag!&lt;br /&gt;Also ließ ich mich zu Beginn der Pause entschuldigen und hoffe, dass es mir nicht als halber Fehltag eingetragen wird.&lt;br /&gt;Als ich mittags wieder ins Zimmer kam, mussten die Telewerker da gewesen sein, denn das Zimmer stank nach Zigarettenrauch- aberglücklicherweise ging auch das Telefon wieder. Ich hoffe es überlebt diesmal den Anruf von Nicoles Eltern. Das Wetter war jedenfalls endlich wieder gut und auch recht heiß. Heute ging es endlich ans Klamottenholen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir fuhren mit der 910 zum Stoffmarkt, wo diesmal echt viel los war. Nicole hatte wieder Pech, nun war der Kragen des Qipao endlich so wie sie ihn haben wollte, doch ihr Kleid war viiiel zu eng. Also wieder ändern lassen, was zum Glück schnell ging und nur 2 Stunden dauern würde. Mein Kleid passte und ist wunderschön, es war am Anfang etwas seltsam, wenn man es zurecht rückt sieht es aber sehr gut aus und auch Nicole hatte nix zu meckern.&lt;br /&gt;In der Zwischenzeit gingen wir in den richtigen Stoffmarkt um meinen Mantel abzuholen. Er war wundervoll!&lt;br /&gt;Der schwarze Teil elegant wie erwartet, die Abschlusssari-grüne Seite war noch viel schöner und gefiel sogar Nicole.&lt;br /&gt;Davon brauchte ich noch einen! Mir gefiel ein dunkelroter Stoff, doch ich fand keinen passenden Zweiten. Dann verliebte ich mich in ein Feuerorange mit goldenen Reflexen, auch hier fand ich lange keinen zweiten Stoff, doch dann einen rein weißen mit den gleichen Blumen drauf, falls ich je mal weiß tragen sollte. Außerdem ließ ich mir eine Halbjacke machen, die zu meinem Kleid pasen würde- ursprünglich von einem Bolero, doch bei meiner Oberweite sähe das nicht so gut aus.&lt;br /&gt;Die Dame war sehr nett, dednn ich hatte kein Geld zum Anzahlen, also ließ ich meine Nummer da und die erste Jacke, dafür könnte ich auch ohne weitere Anzahlung am Montag alles abholen. Auf der Suche nach meinem geliebten Samt fanden wir noch ein Kleid für Nicole, nachdem sie bei den Bettdecken enttäuscht worden war. &lt;br /&gt;Den Samtladen fand ich leider nicht mehr, nur noch einen, der Fake-Samt verkaufte und einen, der 85 Yuan pro Meter wollte, allerdings in einem viel zu hellem Rot. Dann erfüllte ich mir den Traum vom Mantel und handelte einen Händler von 850 auf 550 Yuan runter. Der Mantel wird zwar nur Überknie lang, aber das reicht aus, sonst sehe ich zu zwergig aus.&lt;br /&gt;Zudem freute ich mich, da die reulären Mäntel bei 550 Yuan anfangen- doch dieser war aus Kashmir!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Innenleben aus orangener Seide, statt lila, was zuvor auch hübsch aber teuer war. Glücklich!&lt;br /&gt;Eigentlich wollten wir noch im 2. Stock stöbern gehen, doch alles begann zu schließen- war halt Feiertagswoche. Wir holten also schnell gegenüber unsere Sachen ab und diesmal passte Nicole auch alles.&lt;br /&gt;Wir also ziemlich kaputt und verschwitzt richtung Bus. Dort bekamen wir natürlich keinen Sitzplatz und der Bus wurde immer voller. Wenigstens beeilte der Busfahrer sich, meine Tasche war schwer genug, da ich mir noch einen "Goldapfel" und einen Granatapfel holte mit Hilfe eines alten Herren, der Englisch sprach (auch wenn ich es allein geschafft hätte). Ich hätte gerne länger mit ihm geredet aber Nicole wollte weiter. Schade.&lt;br /&gt;An der Tongji waren wir total fertig und schmissen uns in den Kedi um uns abzukühlen. Nicole mit Eis, ich mit Pepsi und ... Bier! YAY BIER!&lt;br /&gt;Jetzt habe ich wenigstens auch mal Tsingtao probiert. Als Alt-Trinker war ich natürlich nicht begeistert, aber es war süffig-lecker, schmeckte eher nach Veltins als Paulaner (von dem es ja stammen soll).&lt;br /&gt;Lecker, jetzt noch ne scharfe Suppe und der Anruf meiner Eltern und ich bin Happy- falls das Telefon lebt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="cutid4"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Freitag, 28. September 2007, 55. Tag&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Früh aufstehen- für eine volle Stunde Unterricht. Und wir  mussten auch noch wirklich die Aufgaben der letzten Lektion machen! Saftladen.&lt;br /&gt;Um 10 kam dann Yu Laoshi mit den anderen rein. Gut, dass die Zertifikatsvergabe in unserem Raum stattfand, so hatte ich wenigstens einen sicheren Sitzplatz.&lt;br /&gt;Die Zertifikate waren in rote Edelpappe gesteckt und wie Yu erwähnte saß er bis morgens um zwei an ihnen. Das merkte man, denn mehrere Personen bekamen gleich zwei identische Zertifikate.&lt;br /&gt;Um 11:30 gab es ein gemeinsames Abschiedsessen im 2. Stock des Restaurants. Diesmal durften wir uns das Essent eilweise aussuchen, so gab es besonders viele Gerichte mit Meeresfrüchten. Beosnders schmeckte mir die Herzmuschel mit Krabben und Schlingbohnen. Der Hauptgang bestand aus frittiertem Mandarinfisch, den man unter "Klasse" als Foto findet und so optisch einiges zu bieten hatte, aber auch sein Geschmack war super.&lt;br /&gt;Leider habe ich nicht viel abbekommen.&lt;br /&gt;Nach dem Essen zogen wir uns zurück aufs Zimmer um ein Nickerchen zu halten, denn ich wartete noch auf Geld und danach wollten wir in den Yu Garten.&lt;br /&gt;Ich ging ins Internetcafé und dann kam der große Dämpfer- denn die letzten Tage waren ja auch viiiel zu nett gewesen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Bafög wurde um mehr als zwei DFrittel von 395 auf 134 € gekürzt und ich habe keinen Blassen warum. Auch mein letzter Semesterlohn wurde mir nicht gleich gezahlt sondern jetzt in 48€ gestaffelt, Spitze. Nun habe ich nicht mal genug Geld um meinen Sozialbeitrag zu zahlen, was geht in den Köpfen der Bafögleute vor? Geht dort überhauptetwas vor?&lt;br /&gt;Ich war kurz vorm Heulen.&lt;br /&gt;Ich hatte zwar zum Glück noch genug um meine bestellten Sachen zu bezahlen, aber was ist das schon wenn man extrem kargen Monaten entgegen sieht und nichtmal Unibücher, gescheige denn Kopien bezahlen kann? Und Kopieren muss ich ja ohne Ende, da gehen schon 30-40 € pro Monat drauf.&lt;br /&gt;Deprimiert traf ich Nicole wieder und wir wollten eigentlich doch noch zum Garten, schon allein um die Stimmung aufzubessern, doch die Busse waren extrem voll und wir beschlossen lieber im Wujiaochang was essen zu gehen. Eigentlich hatte es mir den Appetit verschlagen, mir war wirklich nicht nach Pizza, also bestellte ich Salat.&lt;br /&gt;Als ob alles nicht schlimm genug gewesen wäre, war dieser auch noch ziemlich vertrocknet.Dennoch traute ich mich das schwarze Sesamsundae zu probieren, das silber-metallic glänzte.  Es schmeckte seltsam. Ganz okay, nicht schlecht, aber seltsam.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicole zeigte mir noch die Haltestelle für den Shuttlebus zum Flughafen, den ich nun auf jeden Fall nehmen würde. Später suchte ich noch nach DVDs und ging Getränke einkaufen. Außerdem probierte ich den "Goldapfel", der nach einer leckeren Mischung aus Apfel, Birne und Pflaume schmeckte undd ie Konsistenz einer Nashi besaß.&lt;br /&gt;Dennoch ist meine Stimmung im Eimer, wer hätte  auch wagen können mir etwas Freude zu lassen?&lt;br /&gt;Aber von hier aus und am Wochenende sowieso kann ich nichts tun. Ich wüsste auch nicht, was meine Stimmung jetzt noch retten könnte, ich hoffe nur, dass die Leute vom Bafögamt mit sich reden lassen.&lt;br /&gt;</content>
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    <title>Shanghai- Reise, 49.Tag/ Journey to the East</title>
    <published>2007-10-06T20:21:22Z</published>
    <updated>2007-10-06T20:21:22Z</updated>
    <content type="html">&lt;a name="cutid1"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Samstag, 22. September 2007, 49. Tag&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Freitag war bisher gelungen, mir war länger schlecht und ich ging später zum Unterricht, um mir in der Apotheke Tabletten zu besorgen. Blau Weiß die Teile, und geschluckt. Ich schaffte es grade noch bis zur Pause... die Tabletten wirkten auf mich wie ein Brechmittel. Ich hätte es gleich wissen müssen. Das Blau der Kapseln kam mir so bekannt vor. Wahrscheinlich war es der selbe Farbstoff wie der in blauer Fanta, die mich zum doppelten Genuss derselbigen verleitet hatte. Aber danach ging es mir etwas besser.&lt;br /&gt;Dennoch ließ ich mich von der 2. Stunde befreien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Samstag war ich allerdings immer noch etwas schwächlich. Wir schafften es mal wieder nicht, vor 12 Uhr aus dem Haus zu kommen- dabei hatten wir so viel vor! Mit der Metro fahren und ins Museum für traditionelle chinesische Medizin gehen. Leider war wieder mal Pisswetter.&lt;br /&gt;Alles durchnässender Nieselregen der mit der Zeit stärker wurde.&lt;br /&gt;Wir fuhren mit dem Bus zur Nanjing und suchten die Metrostation, was nicht sofort klappte, da diese in einer Querstraße versteckt liegt und die Schilder  überall hinführen... nur nicht zur U-Bahn.&lt;br /&gt;Mit einem Fahrplan zum Zeigen schafften wir es diesmal auch tatsächlich, zwei Tickets zu ergattern.&lt;br /&gt;Diese muss man am Eingang zum Gleis auf eine runde Plattform legen, um durch die Schranke zu kommen. &lt;br /&gt;Der U-Bahngleis war erfreulich leer, doch zu früh gefreut, 10 Sekunden bevor die Linie 2 einfuhr stopften sich doch noch eine gefühlte Million Chinesen an diesen Gleis.&lt;br /&gt;Dies wurde auch auf den folgenden Stationen nicht viel besser, zwar konnte man wieder Sauerstoffähnliches atmen, aber Plätze? Nö. Waren auch nicht vorgesehen es gab nur eine Handvoll, die breite Bahn war zum stähen gedacht.&lt;br /&gt;Nichtmal eine Station vor Endstation war wirklich was frei, aber wir quetschten uns irgendwo zwischen. Die Endstation war eine Sackstation, die Linie fuhr von da also normal in die entgegengesetzte Richtung weiter. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es regnete immer noch. Wir waren nun in Zhangjian und mitten in der Pampa.&lt;br /&gt;Das merkte man auch an der Luft, wäre sie nicht bei 100% Luftfeuchtigkeit gewesen, hätte man echt gut atmen können. Die Umgebung war mit vielen Pflanzen auch ganz nett.&lt;br /&gt;Wir hatten eigentlich gehofft, dass Museum schon sehen zu können, denn sämtliche (!) Karten hörten an dieser Straße auf, wenn sie überhaupt eingezeichnet waren. Wir liefen also eine Weile rum, konnten aber trotz Befragung eines Kioskbesitzers weder den Hi-Tech Park noch das TCM Museum finden.&lt;br /&gt;Wir fragten also noch zwei junge Burschen, wobei der erste den Reiseprospekt, den wir aus dem Hotel hatten, anschaute als käme er von einem anderen Stern. Der zweite wusste jedoch, dass das Museum nicht sonderlich nah war und riet uns, ein Taxi zu nehmen. Also zurück zur Station und ein Taxi geschnappt.&lt;br /&gt;Der Taxifahrer gehörte aber auch zu der Sorte, die noch nie einen 4 Seitigen Museumsführer gesehe haben, außerdem war er sowohl mit dem TCM Museum als auch mit dem Straßennamen, selbst in Schriftzeichen, überfordert. So brachte er uns zur TCM Universität, was wir aufgrund des wildwuchses vorm Schild nicht sofort erkennen konnten.&lt;br /&gt;Nun denkt man sich, dass das TCM MUseum eventuell in der Nähe liegen könnte.... Nei~n. &lt;br /&gt;Natürlich nicht,  das wäre viiiel zu einfach gewesen.&lt;br /&gt;Wir fanden die Cailun Rd. nicht sehr viel weiter, aber weit genug bei dem Wetter.... allerdings mit Nummer 1368 und wir mussten nach 1200. &lt;br /&gt;Man konnte meilenweit von der Brücke aus sehen, doch dort war einfach nichts. Da es schon halb drei war und die Museen seeehr zeitig schließen, beschlossen wir, schlecht gelaunt und leicht nass, es aufzugeben. Ein Taxi zu bekommen war dann auch nicht allzu einfach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also wieder ab in die Metro, wo wir uns sofort auf zwei Sitzplätze stürzten, ehe sie an der nächsten Station belegt würden. Die Metro ist einfach eine große Röhre, die Sitze nur für die Alten und Kranken, aber daran hält sich in China ohnehin niemand. Zur Aufheiterung ging es dann in die Super Brand Mall.&lt;br /&gt;Dort aß ich Sushi und Seegrassalat, den man sonst ja nie bekommt.&lt;br /&gt;Nicole lieh mir etwas Geld,d a ich knapp bei Kasse war. Mein Geld würde ja erst kommen, wenn es fast zu spät war. Doch an der Stelle erwartete ich auch noch, rund 700€ aufs Konto zu kriegen.&lt;br /&gt;Nicole musste dannn unbedingt die Cola mit Eiscreme probieren, die in den meisten Lokalen als "Black Angel" angepriesen wird. &lt;br /&gt;Probiert's nicht!&lt;br /&gt;Wir hatten ja mit vielem gerechnet, aber nicht damit, dass die eine Kugel &lt;b&gt; Erdbeereis&lt;/b&gt; da reinhauen würden. Der Geschmack war dann wohl auch nicht so berauschend, Nicole spülte ihn mit einem gütlichen Mahl beim Thailänder runter- grünes Curry! (Das superscharfe). Sie spendierte dankenswerterweise die Taxifahrt zurück. Das Wetter machte einen echt fertig und laugte uns bis auf die Knochen aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Abendessen gab es Eispralinen aus dem Supermarkt, wie gesund! Aber ain den letzten Tagen ein Hauptnahrungsmittel für uns. &lt;br /&gt;Um nochmal den halben Berg zum Internetcafe hochzusteigen waren wir viel zu fertig, darum konnte ich Lady auch keine Mail schreiben. Ich habe aber die ganze Zeit daran gedacht, dennoch hier nochmal: Alles Gute zum Geburtstag!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir ließen nach einem kurzen Nickerchen noch einen chinesisch-Japanischen Film laufen, in dem es um eine Brustvergrößerungsagentur, drei Pärchen und einige Tittenmänner ging. Jetzt weiß ich, dass Bully Herbig seinen vermissten Zwilling in Japan suchen gehen muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</content>
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    <title>Shanghai- Reise, 38. - 47. Tag/ Journey to the East</title>
    <published>2007-10-06T19:37:57Z</published>
    <updated>2007-10-06T19:37:57Z</updated>
    <content type="html">&lt;a name="cutid1"&gt;&lt;/a&gt;  &lt;br /&gt;Montag, 10. September 2007, 38. Tag&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute blieb ich im Hotel, um endlich mal an meiner Rezension zu arbeiten. Ich musste feststellen, dass mein MP3 Player den Weg allen Fleisches gegangen war. Obwohl er gar nicht aus Fleisch war. Er wollte wohl auch ein richtiger Junge werden.&lt;br /&gt;Ob es an den Batterien lag, weiß ich nicht. Sehr ärgerlich jedenfalls wegen der schon ausgefüllten Zollpapiere, die ich dort drauf gespeichert hatte.&lt;br /&gt;Da wir am Vortag nicht mehr dazu gekommen waren, fuhren wir heute zum Wu Jiao Chang- dorthin, wo es gleich 5 Supermalls auf einen Haufen gab. Zwei davon waren jedoch geschlossen, so kamen wir auch nicht an unseren deutschen Bäcker, der uns zuvor so glücklich gemacht hatte mit deutschem Brot. Aber schon unser Bestellmeister, Hillard, fehlte,  der sonst die Bestellungen entgegen nahm, da er wie so viele in Peking weilte.&lt;br /&gt;Aber von Shanghai nach Peking? Das wüsste ich aber.&lt;br /&gt;Lohnt sich so kurzdoch gar nicht.&lt;br /&gt;Also holte ich mir ein Brot beim Franzosen. IM Geschmack eher pappig aber ertragbar, dafür schnell am auseinanderfallen. Abends gingen wir zum Supermarkt in der in der Straße gegenüber, den ich entdeckt hatte. Nicht so groß wie der Wu Mai, aber wesentlich größer als der Kedi und umfangreicher, außer in Sachen SOjamilch. Nur die Frischetheken fehlten. Auf dem Rückweg fanden wir (endlich) eine Straßenküche abgesehen von Pfannkuchen und eklig mit halbrohen Hackfleisch gefüllten Dumplings. Es war eine kalte Küche und ich sah mir erstmal eine Weile an, wie das ganze denn Funktionierte, auch wenn der "Koch" hartnäckig versuchte, mir ein fettes Stück Fleisch anzudrehen, bei dem ich nichtmal wusste, welcher Teil Schwein da dargestellt werden sollte. Nach einer Weile hatte ich es dann verstanden und wandte mich an den Koch. Mit Fingern zeigte ich auf ein menü aus Schweinebraten, Black Fungus, Garnelen und Gurken. Dazu haute der Koch, dem ich beim Würzen mal freie Hand ließ, einige Gewürze und Soßen, ein superscharfes Gewürz von dem ich immer nur "bao gao" verstand und rote Bohnen hinein, dazu jeeeedeeeemeeeengeee Koriandergrün- damit auch niemand behaupten konnte, es schmecke ihm nicht. Wie sollte etwas nicht schmecken, dass man nicht schmecken konnte?&lt;br /&gt;Das ganze kostete 13 Yuan und war reichlich. Im Zimmer portionierte ich noch was ab für den nächsten Tag, musste aber dennoch einiges wegschmeißen.&lt;br /&gt;Das ganze war extrem scharf aber auch sehr lecker. Bei solchen Speisen ist es gut, dass man nie ohne mindesten 3 Tüten aus dem Supermarkt geht, denn so viele brauchte es mindestens (!) um das Essen bzw. dessen Reste geruchsfest zu verpacken. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="cutid2"&gt;&lt;/a&gt;  &lt;br /&gt;Mittwoch, 12. September 2007, 40. Tag&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus irgendeinem Grunde war meine Uhr verschwunden. Keine Ahnung wo sie hin ist, habe alles abgesucht, sie war fort.&lt;br /&gt;Wirklich wunderlich war das nicht, eher, dass sie so lange durchgehalten hat. Eigentlich war sie in einem guten Zustand gewesen, als ich sie mitnahm. Doch schon in der ersten Woche löste sich das Halteband und bald auch der Teil, der die Schnalle festhielt. Ich reparierte sie mit Pflasterband aus dem Verbandskasten, echt stylisch. Nun war die Uhr weg. Um Batterien für den geplanten Samstagsausflug und auch neue Marmelade zu besorgen, wollte ich eh zum Wu Mai. Dort direkt am Ausgang, den wir als Eingang benutzten, war ein Schmuck- und Haarspangenladen, der auch Uhren verkaufte. Schöne Teile.&lt;br /&gt;Eigentlich wollte ich wieder ein Lederarmband, doch die einzige Damenuhr mit Leder war immer noch viel zu klobig. Die nächste, silberne Uhr die mir gefiel war mit 186 Yuan für MICH zu teuer. Dann fand ich endlich eine schmale, kleine, runde Uhr die auch nur 78 Yuan kostete. Aber ich brauchte ja auch noch Batterien dafür!&lt;br /&gt;Die Verköuferin, die trotz extrem langer Fingernägel sorgfältigst ein Glied aus dem Armband für mich entfernt hatte, setzte die Battterie ein, doch irgendetwas funktionierte nicht. Sie griff nach einer anderen Uhr, die meiner ähnlich war, nur mit weißem Inlay und armreifartiger Oberhälfte. &lt;br /&gt;Die Frage, ob sie mir auch gefalle, bejahrte ich und bekam diese schon aktive Uhr für den selben Preis. Eine echte japanische Eyki für 8 Euro. Hust.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Rückweg entdeckten wir eine weitere Straßenküche, diesmale ine Warme und auch einen Kommilitonen darin. Diesen fragte ich, wie man dort was zu essen bekam. Es gab kleine Körbchen, die man sich nahm um aus der Theke was zusammen zu stellen. Rechts war Fleisch, Würstchen, Bällchen, dann Ei, Tofu, Pilze, dann Gemüse und ganz links dann Algen, Seetang, Seefutter und ... Wachteleier. Warum sind die eigentlich so teuer? Die schmecken wie normale Hühnereier. Aber immerhin- endlich frisches Seefutter und das in Shanghai!&lt;br /&gt;Drüber lag noch Grünzeug und Nudeln. Yay Grünzeug!&lt;br /&gt;Um alles durchzuprobieren stellte ich mir einen Schaschlikspieß, Hühnchen, Oktopus, Black Fungus und eine Art chinesischen Spinat zusammen. Das ganze gab man ab und es wurde in eine Brühe gepackt, später noch gewürzt und gekoriandert, allderings nicht durchgemischt. Das Problem war, dass sie verdammt extrem SCHARF war, und das von mir als Chililiebhaber. Das ganze kostete 12 Yuan (1,20 €) und war MASSIG. Essbar waren Algen, wenn man bei dem versuch auch fast erstickte weil sie aus einem mind. 2 meter Stück bestand. Auch Seetang, Spinat und besonders der Oktopus waren lecker. Das Huhn war wabbelig und die Pilze zwar lecker aber einfach zu groß. Oh, die Lotuswurzeln habe ich vergessen! Hab auch nur einmal reingebissen, sie waren widerlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Später probierte ich noch folgendes aus:&lt;br /&gt;- nach tofu aussehende Fischkissen, oder so. Sah aus wie Eierstich, schmeckte wie Panade von Fischstäbchen. Lecker aber für mich unverträglich&lt;br /&gt;- grüne Markklößchen oder so, schmeckten wie warme Variante der Frühlingszwiebelbrote, das war nicht so doll.&lt;br /&gt;- Schweinbällchen mit Hack gefüllt, überlebbar aber nicht mein Ding, denn das Hack schmeckte irgendwie süß&lt;br /&gt;- Wachteleier: Man kriegte ja hier keine normalen Eier,a ber sie schmeckten wie Hühnereier, abgesehen davon,d ass sie hellblau waren.&lt;br /&gt;- Krabbenfleisch: lecker, aber zäh&lt;br /&gt;- Unidentifiziertes, stacheliges weißes Fleisch ausm Meer, lecker, keine Ahnung was es ist, guter Zungenputzer.&lt;br /&gt;- Würstchen: Jetzt weiß ich wo die Oktopusse in Bento herkommen, die Dingerwerden gekreuzt eingeschnitten und nochmal aufgebrüht, dann gehen sie auseinander und sehen aus wie Octopi.&lt;br /&gt;- Surimi- mag ich eigentlich lieber kalt und die Folie wurde hier auch dran gelassen oO&lt;br /&gt;- dicke, schwabbelige Glasnudeln. Lecker&lt;br /&gt;- Bai Cai in Mini Form, auch lecker&lt;br /&gt;- Crab Cake. Vom Namen nicht verunsichern lassen, das sind dicke, viereckige Packetchen in reinweiß. Steinhart, gekocht von der Konsistenz einer Lasagnenudel und schmeckt auch ähnlich, sehr lecker.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="cutid3"&gt;&lt;/a&gt;  &lt;br /&gt;Freitag, 14. September 2007, 42. Tag&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mal wieder ein Abschlusstest, da die Lehrerin mitten drin gewechselt hatte, nur zwei Lektionen, aber auch die bekam ich kaum ins Hirn. Wenn ich an die zwei Wochen Yang-Unterricht denke, deren Vokabeln ich alle vor der Examensprüfung mwiederholen muss- ohne tägliches Diktat lerne ich einfach nicht....&lt;br /&gt;Die Grammatik dagegen war einfach, das meiste kannten wir ja auch schon. Ich muss aber gestehen, dass der Kurs mir in dieser Hinsicht wirklich was gebracht hat. Die Sachen nochmal wiederholen, noch mal eine Chance haben es zu verstehen und Fragen zu stellen, die im Unialltag untergehen.&lt;br /&gt;Im Diktat konnte ich mal wieder die Wörter nicht, von denen ich dachte ich könnte sie am besten, und umgekehrt. Der Test selbst ging 78,5 Punkte aus, nicht das beste, aber es geht. Wir sollten über das Thema Gesundheit mehr als 100 Worte verlieren. Schwer dachte ich, aber dank meiner Krankenhauserfahrung hier ging es doch, allerdings wurde ich von der Lehrerin mittendrin unterbrochen, also wehe es gab Punktabzug für zu wenig Worte... 15 von 20 sind bei meiner Aussprache aber okay. Insgesamt schloss ich dei Woche mit 95 Punkten ab, ich glaube, dass ist einer meiner besten Scores. Nachdem wir noch ewig sitzen mussten, um die Testlösungen abzuschreiben, wurden wir als letzte entlassen. Li Laoshi unterhielt sich noch mit mir über den Unterrichtsstil, um den ich wie immer meine freie Meinung abgab- nicht schlecht, sehr chinesisch und sehr Grammatik-lastig. Danach wurde ich verkuppelt- sie wollte gerne meine ICQ Nummer ound E Mail Adresse haben, weil sie einen Freund (oder eine Freundin, im chinesischen gibt es kein Geschlecht) hat, die/der deutsch lernt und gerne ein nettes deutsches Mädchen kennenlernen würde. Ich hab da mal nicht nein gesagt, meine Chinesisch-Kenntnisse können einen Tandempartner brauchen. Gehört habe ich bisher allerdings noch nix.&lt;br /&gt;Am Vortag war der Suppenladen leider geschlossen gewesen, doch heute hatte ich Glück und bekam mein ersehntes Oktopusüppchen. Ich liebe Oktopus, er quietscht so schön, wenn man drauf rumkaut. 90 cent, und das für etwas, dass bei uns als Delikatesse recht teuer ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="cutid4"&gt;&lt;/a&gt;  &lt;br /&gt;Samstag, 15. September 2007, 43. Tag&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da beim letzten mal meine Kamera versagt hatte, ging es nochmal ins Shanghai Museum. Eigentlich wollten wir früher los, doch die Faulheit siegte. Und eigentlich war heute ein Feiertag, wenn auch nicht das Mondfest wie ich zu der Zeit noch dachte. In Shanghai wird das Mondfest übrigens ekelhafterweise mit Fleisch gefüllten Mondkuchen im Familienkreis gefeiert, statt mit süßen Kuchen wie überall sonst in China. &lt;br /&gt;Was auch immer an dem Tag war, wir bekamen tatsächlich einen Sitzplatz im Bus zur Nanjing Rd und die Nanjing selbst war schön geschmückt. An einer Stelle war eine Bühne aufgebaut, doch man konnte wegen einer Wand nichts sehen. Das Wetter war wechselhaft, am Morgen Sonne, dann die ganze Zeit diesig und nach dem Museum wieder sonnig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Straßenplanung in Shanghai ist etwas seltsam. Eigentlich wollten wir nur über die Straße gehen. Dort lag das Museum direkt mit Eingang. Es führten auch sämtliche Straßen hin und es gab auch Zebrastreifen.. bis zur Mitte der Straße.&lt;br /&gt;Dort war plötzlich ein Zaun, kilometerlang ohne Unterbrechung. Wir mussten weit zurücklaufen um eine Unterführung zu finden. Die noch nichtmal klimatisiert war.&lt;br /&gt;Da wir nur fotografierten, gingen die ersten Etagen sehr schnell. Es gab diesmal sogar eine Ausstellung unter dem Thema Goya und Consorten. Es war extremst voll und fotografieren leider verboten. Hab aber trotzdem ein Bild meiner Maria gegkriegt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Endlich konnten wir Zeit für den 4. Stock nehmen. Dort fotografierte ich für Muttern sämtliche Trachten der vorhandenen chinesischen Minderheiten ab. Auch für die Ming Möbel blieb Zeit. Ich ging durch die Münzgallerie und wie ein Omen waren die für Onkel Wolfgang gedachten byzantinisch-römischen Münzen weg, wahrscheinlich auf Leigabe. Aber ein Heft holte ich ihm dennoch, ICH denke ja an meine Verwandten.&lt;br /&gt;Danach brauchte ich eine Pause, weil meine Füße wehtaten, aber es hätte schlimmer sein können, wie ich wusste. Diese Schuhe hatte ich billig im Wu Mai gekauft, nachdem ich eine Stelle mit Blasenpflastern gepolstert hatte, waren sie echt bequem, da stark gepolstert mit einer Art Luftkissen- schon ein Fortschritt gegenüber den dünnen europäischen Dingern, in denen man jede Straßenunebenheit spürt und sich schon nach 10 Minuten wundläuft.&lt;br /&gt;Die Taxifahrt vom Museum zum Yu Garten kostet 12 Yuan.&lt;br /&gt;Dort gingen wir etwas Shoppen.&lt;br /&gt;Wir gingen in einen Pinselladen, in dem Nicole eigentlich Pinselhalter suchte. Ich fand einen schönen Tuschekasten chinesischer Art mit natürlichen und metallischen Farben. Die Verkäuferin wollte 288 Yuan haben und ich lachte mich kaputt, hatte ich im Museum doch erst einen ähnlich großen, wenn auch nicht so ergiebigen Kasten gekauft- für 60 Yuan. Ich war wirklich entschlossen dieses Ding stehen zu lassen, doch die Verkäuferin ließ mich nicht gehen und ging auf 65 Yuan runter, das war okay für mich- enthielt der Kasten letztendlich doch etwa das doppelte an Farbe als der aus dem Museum.&lt;br /&gt;Als nächstes gingen wir Siegel machen, denn Nicole brauchte noch einen Nachnamen. Als ich einen Stempel mit Kranich entdeckte, dem Zeichen für Unsterblichkeit, ließ ich direkt einen für meine Mutter machen, auch mit europäischen Namen, damit sie ihn auch benutzen kann. Wieviel er gekostet hat bleibt mein Geheimnis, aber wenigstens gab es eine anständige Tinte dazu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; In einem Kleiderladen wurde ich tatsächlich für Schwanger gehalten -_-°&lt;br /&gt;Gut, ich hatte eine Kleid an und meine Figur ist bekannt. Die Verkäuferin deutete auf die Kinderklamooten und fragte: "Oh, will it be a boy or a girl?" Wie peinlich.&lt;br /&gt;NIcole kaufte für sich und ihre Freundin Klamotten ein und ich suchte nach einer größeren Tasche. Da ich eh Übergeweicht haben werde wollte ich möglichst viel ins Handgepäck stopfen und in eine weitere Tasche, die ich dann als Handtasche ausgeben würde, was hoffentlich gelingt. Doch Pink war nicht so meine Farbe. Schwarz wäre nicht schlecht gewesen. An einem Stand handelte ich die passende Tasche erstmal auf 100Yuan runter, und wäre auch bereit gewesen eine rote zu nehmen, da hatte sie die Schwarze schon bestellt und sie sollte gleich vorbeigebracht werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses Gleich bestand aus 30 Minuten in denen wir rumstanden und saßen. Selbst den Verkäuferinnen wurde langweilig, so dass sie uns wahllos irgendwelche anderen Taschen vorschlugen. Kurz vor Fünf kam die Tasche dann und stellte sich als Dunkelblau mit extremen Schnörkerln dar.&lt;br /&gt;Doch die waren wenigstens monoton, also okay. Die Tasche ist gut tragbar, verschließbar und hat Platz, vor allem ist die Handytasche groß genug um meine hüllenlose Digicam unterzubringen. Allerdings hielt der Reißverschluss nicht lange durch, aber den kann man ja wechseln.&lt;br /&gt;Am Ende hingen wir noch im Starbucks und bekamen mal wieder den Mango-Passionsfrucht Smoothie NICHT. Aber ein Himbeer-Irgendwas tats dann auch. Ich bestellte mir einen Schokokuchen der vom Geschmack  (1 Packung Kakao pur) und Konsistenz (fast getrockneter Beton) etwa 50.000 Killorinen (Kalorien) haben dürfte.&lt;br /&gt;ZUm Abschluss suchte ich noch Kleider in meiner Größe und fand natürlich keine. Mein absolutes Traumkleid war mir knapp zu klein. So eins wollte ich mir eigentlich dann im Stoffmarkt machen lassen, scheiterte aber am Samtpreis. &lt;br /&gt;Zum Schluss waren wir noch in einer Art Kaufhaus und fanden auf dem kleinen Stück wo wir waren schon allein 6 Klamottengeschäfte, neben allem anderen das da war. Nachdem Nicole die Schals eines Standes zu teuer waren und sie gehen wollte wurde sie kurzerhand entführt. Die Schaltante rannte hinter ihr her, packte sie am Arm und schleppte sie wirklich mit aller Kraft zurück. Die Verkäuferin der Klamotten vor mir und ich lachten uns scheckig, doch Nicole bekam den Preis, den sie wollte.&lt;br /&gt;Ein Taxi zu bekommen dauerte natürlich ewig, und danach holten wir uns nur noch schnell was zu essen um im Zimmer zu verschwinden- und Bücher zu katalogisieren in meinem Fall.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="cutid5"&gt;&lt;/a&gt;  &lt;br /&gt;Donnerstag, 20. September 2007, 47. Tag&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tagelang hatte es gegossen wie aus Kübeln und stürmisch wurde es danna uch. Am Mittwochmorgen erfuhren wir, dass bald ein gewisser Taifun Wipha (was für ein Name...) bei uns eintreffen sollte.&lt;br /&gt;Eigentlich hatten wir vor, auf den Stoffmarkt zu gehen, denn Nicole nervte mich tierisch mit ihrem verdammten Qipao, über das sie sogar im Schlaf sprach.&lt;br /&gt;Alle machten sich Sorgen wegen des Taifuns und wir blieben dann auch lieber mal zuhause.&lt;br /&gt;Ich erfuhr auch, dass zuhause sämtliche Kunden und Freunde nach den 18 Uhr Nachrichten angerufen hatten um nach mir zu fragen XD&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Taifun verfehlte uns komplett. Mehr als den alten Regen bekamen wir nicht ab, denn es war gar kein richtiger Taifun, sondern nur ein Tropensturm geworden mit 75 km/h. Dennoch standen andere Teile von Shanghai wohl unter Wasser.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Donnerstag war das Wetter besser, also tigerten wir los. Zum Stoffmarkt hinter der Nanjing Rd. Von dort aus ein wenig laufen und 2. Straße rechts, in mehr oder weniger schäbige Verkaufsgassen- war wohl Standard hier- nach einigen Straßen Seitenwechsel und die 2. oder 3. nach links.&lt;br /&gt;An der Ende dieser Straße lag rechts der Stoffmarkt (großes, rotes Gebäude), doch wir bogen erstmal links ab in ein anderes Schneidergebäude. Dort hatte sich Nicole ihr Qipao machen lassen. Es war hellblau und weiß und stand ihr wirklich gut. Tja, maßgeschneidert.&lt;br /&gt;Allerdings hatte es einen Stehkragen. Also nochmal ändern lassen. &lt;br /&gt;Ich suchte mir mein Kleid zusammen und fand schnell einen schönen Schnitt, alles Andere kam anders als gedacht. Da Samt zu teuer war wurde es doch schwarze Seide mit Drachenmuster oO° Seide günstiger als Samt... und da es keinen schönen violetten Stoff gab, der einzige war zu dünn, wurde es ein roter in der selben Art wie der schwarze. Ich wollte den Beinschlitz allerdings etwas weniger hoch haben, da meine Beine nicht schön sind, und wartete mal ab ob DAS klappen würde. &lt;br /&gt;So konnte ich den Preis auch auf 400 Yuan drücken. Nicole zahlte für ihr Qipao 500 Yuan, es brauchte aber auch 8 m Stoff. Dafür (40 €, 50€) bekommt man in Deutschland schon kaum ein Kleid von der Stange, schon gar kein Gutes, erst recht kein Maßgeschneidertes. Über meinen dicken Hintern war der Schneider allerdings nicht sehr glücklich, pech für ihn (oder doch für mich?) dass ich sein Gefluche gut verstand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicole ließ sich auch noch schnell etwas anpassen und weiter gings schräg über die Straße zum echten Stoffmarkt. &lt;br /&gt;Ich hatte mir ja vorgestellt, der Stoffmarkt sei wirklich ein MARKT ... Nein.&lt;br /&gt;Er befand sich in einer Art Kaufhaus über drei Etagen hinweg mit zahlreichen kleineren Ständen. Und überall diese wunderschönen Mäntel!&lt;br /&gt;Aber teuer eben auch. &lt;br /&gt;Ich fand dann eine Verkäuferin die einen leichteren chinesischen Halbmantel für 250 Yuan anbot. Da konnte ich nicht nein sagen und es sollte ein grün (innen) schwarzer (außen) werden. Ich war sehr gespannt ob er sitzen würde.&lt;br /&gt;Auch sah ich viele Stände mit Samt, wunderschön, einen sonnenuntergangsroten Samtstoff, nur 5 € pro Meter... wenn man jetzt wüsste, wieviel Meter man braucht. Auf dem Rückweg wollte ich noch bei einem Teeladen vorbei, doch der war irgendwie verlassen, so konten nur die tollen Naturholzmöbel bestaunt werden.&lt;br /&gt;Auf dem Heimweg wollte ich nur zwei Bananen und etwas Milch kaufen, wobei ich erfuhr, dass Joghurt "gu nai" (Alte Milch) heißt, Ach nee!&lt;br /&gt;Doch mein Vorhaben noch ins Internet-Café abzusteigen wurde jäh vereitelt durch den frostigen Schock, dass ich meine Papiere nicht dabei hatte! Und ich hatte sie IMMER dabei!&lt;br /&gt;Extrem beunruhigt, sie eventuell verloren zu haben, ging ich zum Hotel. Auf dem Weg dahin kam mir schon Nicole entgegen, die eignetlich vorgegangen war. Sie erklärte mir, dass ihr Zimmerschlüssel (Karte) nicht funktionierte. Wir also beide rauf, doch meiner funktionierte auch nicht.&lt;br /&gt;Da das Schloss ziemlich feddig aussah, befürchtete ich schon das Schlimmste: Einbruch.&lt;br /&gt;Wir also beide zur Rezeption und was kam raus? Das Personal hatte mal wieder Scheiße gebaut!&lt;br /&gt;Wir hatten beide im Vorraus bezahlt, aber unsere Schlüsselkarten mussten wieder neu aufgeladen werden, weil der PC dachte, wir hätten nicht bezahlt.&lt;br /&gt;Großartig! Saftladen.&lt;br /&gt;Wir rauf aufs Zimmer, um festzustellen, dass unser Wasser im Bad knallgelb und dann braun wurde... wahrscheinlich wegen des Sturms in der Stadt.&lt;br /&gt;Ich fand meine Papiere dann auch wieder, denn glücklicherweise waren si wohl nur aus der Tasche gefallen. Schwein gehabt.&lt;br /&gt;Nach einem Trip ins Internet-Cafße packte ich mein 323€ Packet, sau schwer, und bekam sogar alles rein. WIRKLICH SCHWER! (26 kg).&lt;br /&gt;Danach brauchte ich eine Stärkung und machte mir die heißersehnte Bananenmilch, auf die ich nachmittags plötzlich Appetit bekommen hatte. Auch Sünden müssen sein.&lt;br /&gt;</content>
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    <title>Shanghai- Reise, 28. - 37. Tag/ Journey to the East</title>
    <published>2007-10-05T21:26:04Z</published>
    <updated>2007-10-05T21:26:04Z</updated>
    <content type="html">Und weiter gehts...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="cutid1"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Freitag, 31. August 2007, 28. Tag&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach Suzhou mussten wir uns erstmal erholen und taten in dieser Woche außerhalb der Uni nicht viel.&lt;br /&gt;Der Höhepunkt war noch der Tag an dem wir den Campus fotografieren gingen (Fotos bald an dieser Stelle). Dieser wechselt extrem zwischen alt-abgerissen, hässlich-modern, modern-wtf-HÄ? und Hach-is-datt-schön-Natur. Mir gefiel letzteres natürlich am Besten. An einer Stelle gab es eine Allee, die an einem Flüsschen vorbeiführte, dass von mehreren Brücken (Stein, Holz, beides) geziert war. Darauf schwammen Seerosen, Lotus, darin Fischchen und drumrum leider auch viel Dreck. Links davon ging das Flüsschen weiter zu einer moderneren Anlage mit Springbrunnen, etc.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Freitag zogen uns Nina und Jenny vor die Tür, um die Stadt bis zum FL-Bookstore zu verunsichern. Am Morgen musste ich jedoch erstmal mein Zimmer bezahlen, doch die Automaten waren mal wieder leer. Später musste ich, wie so oft, mehr bezahlen, wegen einer Kaution, die immer noch nicht abgesprochen war. Nach dem Ärger war die Ablenkung willkommen. Die schon erwähnte Kunstetage wurde unsicher gemacht und unten war es allein Jennys Schuld, dass ich so viel Geld ausgab, denn sie überedete mich das Lehrbuch für chinesische Landschaftsmalerei doch zu kaufen- voll vom Virus erwischt. Aber gutes Buch.&lt;br /&gt;Danach brachte uns die vernachlässigte Kaffeesucht dazu, die Nanjing wirklich weit abzulaufen, bis wir endlich ein Starbucks fanden. Da der draußen angepriesene Mango-Passionsfruchtsmoothie nicht zu haben war, und ich wegen laktosehaltigen Frappucinos eh Tabletten schlucken musste, dachte ich mir: Gut, probier mal den BANANENkäsekuchen. Der war extrem mächtig und schmeckte, nach dem anfänglichen Schock über den Zitronengeschmack, ganz gut.&lt;br /&gt;Auf dem Rückweg ging es noch in einen ohrenbetäubenden Laden, der alles hatte, was der Tourist braucht. Dort war ein wunderschönes Schachspiel mit geschnitzten Figuren, aber mit 640 Yuan viel zu teuer. Auch wenn hier vieles billig ist, muss man sich klar machen, dass ich auch zuhause nie ein Schachspiel für 64€ gekauft hätte, auch wenn es für die Qualität der Arbeit ein guter Preis war.&lt;br /&gt;Nach einem Abstecher in den "heimatlichen" (Zhangwu Rd.) DVD-Laden, der ausschließlich Raubkopien verkaufte, gings nochmal in den Schreibwarenladen, wo ich mir mein ersehntes Mah-Jongg Spiel kaufte.Jetzt brauchte ich nur noch jemanden, der es mit mir spielt. Sobald ich die Regeln gelernt habe.&lt;br /&gt;Das Teil muss zudem ins Handgepäck, dachte ich mir, da es allein schon 4 1/2 kilo wog- abgeschätzt am Vergleich mit 600 ml Flaschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="cutid2"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Samstag, 8. September 2007, 36. Tag&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem ewigen Regen spielte das Wetter netterweise bei unseren Plänen mit. Diese bestanden darin, an diesem Wochenende sämtliche interessanten Tempel abzulaufen.&lt;br /&gt;Wir fuhren mit der 55 drei Stationen weiter als sonst und machten uns auf die Suche nach dem Yu Garten, wo einer der Tempel versteckt sein sollte. Der Weg dorthin führte durch eine schmale Wohn- und Geschäftsgasse. Es ist immer wieder beeindruckend, wie moderne Bürogebäude, Touristenzentren existieren und direkt daneben ärmliche bis wirklich arme Gassen, bis zu verfallenen Häusern, bei denen man sicher davvon ausgehen darf, dass sie weder über Strom noch Wasser (außer in den Wänden) verfügen, und das im Herzen Shanghais- dem Modernisierungs-und Industrialisierungs Vorzeigestück Chinas. &lt;br /&gt;Aber ganz so wild war die Gasse zum Glück auch nicht, nur der ewige Uringeruch zog an meinen Nerven.&lt;br /&gt;Wir liefen und liefen, da die Geböude hoch waren, sah man aber auch nichts. Nicole überlegte schon umzukehren, als ich in einem größeren, wichtig aussehenden Was-auch-immer Gebäude nachfragen ging. Der nette Pförtner verstand mich mit Händen und Füßen, was nicht daran lag, dass mein chinesisch so schlecht war, nein, ich war nur immer noch in der Erwartung, den Konfuziustempel zu suchen und fragte demnach auch nach ihm, da Nicole nicht meinte mir mitteilen zu müssen, dass wir zuerst zum Stadtgöttertempel wollten... ursprünglich wars andersrum geplant, aber mit der Kommunikation klappte es bei uns irgendwie nie. Jedenfalls gab mir der nette Pförtner zu verstehen, dass wir nur noch einmal um die Ecke gehen mussten, und so war es dann auch. &lt;br /&gt;Die nächste Straße war alllerdings wieder komplett aufgerissen, auf der anderen Straßenseite lag eine beeindruckend gestaltete, weiße Drachenbrücke... mitten in einem riesigen Feld von Bauschutt. Direkt gegenüber fanden wir den ehemals taoistischen Stadtgöttertempel, Eintritt 10 Yuan.&lt;br /&gt;Dieser war mittlerweile einen Synkretismus mit buddhistischen Göttern eingegangen, dennoch leißen sich einige typische taoistische Merkmale in den kleinen Gebetsräumen ausmachen. Zur ebenfalls rein taoistischen Hauptgottheit führte eine Kammer mit zig kleineren Gottheiten und Heiligen. Bei Herkunft dieser bin ich mir nicht immer sicher gewesen, die meisten waren sicherlich taoistisch, z.B. die Gottheit der Kinderarme aus den Augenhöhlen wachsen. Andere jedoch wiesen Ähnlichkeiten mit buddhistischen Weisen oder mit Wächterdämonen auf. Der Tempel war weniger flächig aufgebaut als andere, sondern eher in die Länge gezogen. Eine Seitentür führte in den Yu-Garten (direkt zum Starbucks) aber dort wollten wir ja noch gar nicht hin. Insgesamt hätte ich erwartet, dass der Tempel größer sein würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun erwartete uns der Konfuziustempel. Dieser lag etwa 1 km entfernt, war also zu Fuß gut zu erreichen, primär über die Nanlu Henanlu (südliche Henanstraße). Doch auch diese war  desolat und meine Schuhe überstanden die Strecke nicht gerade unbeschadet. Was mich irritierte war ein großer Komplex, wahrscheinlich ein Hotel, im Umbau. Es begann mit einem Zaun, der mit weißen Statuen geschmückt war, die verdächtig nach Athene aussahen.&lt;br /&gt;Am Haupteinang dann Eulen, Frauenstatuen, Putten.. alles Klar. Zwar nicht Athene sondern Minerva, in Shanghai aber dennoch ein befremdender Anblick.&lt;br /&gt;Weiter ging es in eine "normale" chinesische  Straße, weder ärmlich noch Touristenzentriert, scheinbar bekam der Konfuziustempel nicht soooo viel Besuch.&lt;br /&gt;Wenn ich dachte, der Uringeruch könne nicht schlimmer werden, hatte ich mich geirrt. Sehr geirrt. Doch diese Straße war überraschend leer und erfrischend leise für Shanghais Zentrum. Umso schockierender war der Massentechnische Supergau, der sich um die nächste Ecke tummelte. Massen von Menschen und Lärm wie aus dem Nichts. Dazu kamen zig im Sinne von : Wirklich, wirklich viele Straßestände die ALLES verkauften, sogar Haustiere. Kaninchen in Käfigen, die kleiner als eine Schuhschachtel (für Kinder) waren. Der gemischte Geruch des Straßenurins aus den Nebengassen und der, der Straßenküchen auf dieser Strecke haute mich um und sorgte für ein reichliches Unwohlsein in der Magengegend, wofür die Lebensmittel an den ständen nichts konnten. Ich freute mich sogar, mal Gemüse zu sehen und vermisste es so, auch welches zu essen.&lt;br /&gt;Beinahe hätte ich den Tempel in diesem Markt übersehen, doch wir kämpften uns durch und kauften uns ein Ticket zum Tempelüblichen Preis von 10 Yuan.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit meiner Vermutung über die Besucherfrequenz des Tempels sollte ich mich nicht irren. Als wir eintraten herrschte absolute Stille und Leere, wie es sich die Buddhisten nur wünschen können. Unterstrichen wurde das noch dadurch, dass wir eine eigene Führerin bekamen, die sogar verständliches Englisch sprach! Nur für uns beide!&lt;br /&gt;Sie führte uns über den Vorhof, der leer war, rechts und links Vasenausstellungen und Souveniershop, erst auf den Teppen vor dem Tempelgebäude befanden sich die üblichen Räucherstäbchenhalter, zudem eine uralte Glocke.&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Im übrigen, lieber Herr Professor Roetz, die *Chinesen* sind der Meinung, dass es sich beim Konfuzianismus eindeutig um eine *Religion* handelt, und die müssen es doch wissen, oder?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Die Führerin erzählte uns derweil, dass man Konfuzius auf etwa 551 v. Chr. datiert. Dieser Tempel, in dem wir uns befanden, war 700 Jahre alt, doch während der Kulturrevolution wurde 80% zerstört. 1980 oder 82, ich habe es nicht genau verstanden, sagte ein Nobelpreisträger bei der Verleihung dann, dass der Konfuzianismus eines der wichtigsten Güter Chinas und der chin. Kultur sei, und man ihn darum bewahren müsse.&lt;br /&gt;Daraufhin subventionierte der Staat in den Wiederaufbau des Tempels, seine Erhaltung und schuf Jobs für diese Führer, allerdings arbeiteten viele von ihnen auch freiwillig dort, oft neben dem Studium.&lt;br /&gt;Auf den schon erwähnten Treppen befanden sich zahlreiche Bäume, die mit Zetteln behangen waren. Diese stammten von Studenten und deren Eltern, die für ein gutes bestehen ihrer Prüfungen beteten.&lt;br /&gt;Außerdem stand dort eine Konfuziusstatue. Im Inneren des Tempelraumes vor uns waren die Wände mit in Stein gemeißelten Schriften, die Konfuzius zugeschrieben wurden, geschmückt. In der Mitte der Schrein einer aufwändigeren Konfuziusstatue, der reich geschmückt war. Unsere Führerin erklärte uns, dass Drachen das Zeichen des Kaisers waren und es darum für Konfuzius hohen Stellenwert spricht, dass auch sein Bildnis mit ihnen geschmückt ist.&lt;br /&gt;Weiter ging es in einenn größeren Hof, der mit Holzgängen umrandet war, in denen zahlreiche merkwürdige Steine standen. Dies waren Geschenke von Leuten, die ihre Wünsche äußerten. Sie sollten das Feng Shui des Tempels verbessern. Da es sonst sehr viele Steine gäbe, wird ab und zu ein Stück Stein verschenkt. In einem großen Gebäude dort, inklusive Balkon, dass über Treppen zu erreichen war, befand sich die ehemalige Bibliothek. Heute sind dort wieder alte Schriften des Kpnfuzisu, oder solche, die man ihm zuschreibt zu sehen, gespendet von Privatleuten. Die nächste Station war ein ähnlicher Hof,  doch hier befand sich der Feng-Shui-obligatorische See mit Fischen  drin und Weiden drumrum.&lt;br /&gt;Im Großbeäude hier befindet sich heute eine riesige Teekesselsammlung, die komplett von einem einzigen Spender stammt. Früher war es der Kunstraum. Die diversen Kessel-Kunstwerke waren beeindruckend, aber auch sehr seltsam teilweise. Unsere Führerin erklärte, dass der Teekessel in China das Symbol des Glücks sei, somit heißt es, wenn jemand einem einen Teekessel schenkt, dass dieser einem Glück wünscht.&lt;br /&gt;Weiter ging es durch einen Gang, in dem wir am sogenannten "Golden Brick" vorbei kamen, einem perfekten Stück schwarzen Marmors oder etwas Vergleichbarem. Solche perfekten Blöcke, auf die Inschriften gemeißélt wurden, fand man in der Ming-Dynastie, aus der er stammte, eher selten.&lt;br /&gt;Dieser Stein sollte denen, die vorAbschlussprüfungen standen, Glück und Erfolg bringen. Im Angesicht des 26. Septembers rubbelten wir mal kräftig... zweimal...&lt;br /&gt;Als nächstes kamen wir zur Pagode, die man von der anderen Seite des Sees sehen konnte. Diese Pagode war wesentlich kleiner als die von Buddhisten, sie war für Studenten gedacht und um so erfolgreicher sie waren, desto höher durften sie steigen, die besten bis zur Spitze- das war eine große Ehre.&lt;br /&gt;Direkt gegenüber das ehemalige Lehrzimmer, das heute nur noch einen Satz Steinhocker und einige Holzstühle beherbergt.&lt;br /&gt;Einst standen lange Reihen von Studenten davor und warteten auf Einlass. Zuvor mussten sie sich orüfen lassen, dass sie auch wohlgenährt, gewaschen und ordentlich gekleidet waren, sonst wurden sie nicht eingelassen.&lt;br /&gt;An dieser Stelle endete die Führung.&lt;br /&gt;Ich sah mir noch etwas die Pflanzen und die Architektuer an, dann setzten Nicole und ich uns an den Teich, um uns etwas auszuruhen. Es war sehr entspannend. Wenn auch vieles an Feng Shui seltsam scheinen mag, mit der beruhigenden Wirkung von Fischteichen hat es auf jeden Fall recht.&lt;br /&gt;Wir sahen uns noch etwas um, liefen dann aber die Strecke zum Yu Garten zurück um dort einzukaufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Seidenpreise waren gesalzen, eine Dame verlangte 120 Yuan für einen Schal, wenn man bedachte, dass Nicole in Suzhou nur 23 Yuan bezahlt hatte... wir lachten und gingen weiter, da rief sie uns noch verzweifelt "30!" hinterher. Wir wissen auch warum. Vier Läden weiter war einer, der nur Schals verkaufte.&lt;br /&gt;Die Siegelstempel waren allerdings günstig zu haben, ich ließ mir noch einen mit meinen Nachnamen machen, der kostete nur 70Yuan, jedoch konnten wir den Leuten nicht klar machen, dass wir keine Tintenbox haben wollten. Die Tinte war dann auch eher für Pergament gedacht, auf normalen Papier funktionierte sie nicht, bzw. kaum lesbar.&lt;br /&gt;Silberschmuck konnte man erstaunlich günstig erstehen. Während Nicole sich mit zahlreichen Seidenkissen eindeckte, zog es mich inn ein Teegeschäft.&lt;br /&gt;Dort wurde man  auch sofort mit frischem Ooloong- oder Jasmintee versorgt, was bei der Hitze willkommen war. Leider hatte ich nicht so viel Zeit, alles mal durchzuprobieren, was durchaus möglich gewesen wäre. Also nahm ich das, was am interessantesten aussah und am besten roch: West Lake Algae und Dost. Letzteres ist, wie ich heute erfahren habe, Oregano und hilft u.a. gegen Menstruationsbeschwerden. Praktisch. (Aber auch gegen Husten, Verdauungsprobleme und Exzeme).&lt;br /&gt;Ergiebig, jeder Beutel soll 6-8 Mal aufgießbar sein. Sehr nett dort, evtl. wollte ich nochmal hingehen (hat aber nicht geklappt).&lt;br /&gt;Eigentlich wollten wir noch ins Starbucks, doch der Himmel zog sich zu, und es ist allgemein bekannt, dass man in Shanghai kein Taxi mehr bekommt wenn auch nur ein Tropfen fällt.&lt;br /&gt;Wir suchten nach der Taxistation und standen dort eine dreiviertelstunde rum. Erst wurden uns die Taxis weggeschnappt, und dann als ein paar Tropfen fielen kamen erst gar keine mehr. Wirklich weit und breit keine zu sehen. Irgendwann, als die Tropfen vorrüber waren erbarmte sich ein goldenes Taxi und nahm uns mit.&lt;br /&gt;Unterwegs regnete es dann auch kurz und kräftig, doch am Hotel angekommen war nix... typisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="cutid3"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Sonntag, 9. September 2007, 37. Tag&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der nächste Tempel stand auf dem Programm: Longhua-Tempel.&lt;br /&gt;Ein absolutes must-see, der größte und älteste buddhistische Tempel in Shanghai.&lt;br /&gt;Eigentlich wollten wir Geld sparen und erst mit dem Bus zur Nanjing, dann ein Taxi nehmen, da der Tempel am anderen Ende der Stadt lag. Doch die Busse waren ohne unterlass komplett überfüllt und es kamen immer mehr Menschen zur Station.&lt;br /&gt;Also kehrten wir um und ließen uns von der Hotelrezeption ein Taxi rufen, das war sicherer. Die Fahrt dauerte etwas mehr als 30 Minuten und kostete 68 Yuan. Die Chinesen kennen übrigens keine Rush Hour, beidenen ist immer Rush Hour, egal zu welcher Tageszeit- auch Sonntags. Ja NIcole, China ist nunmal kein christliches Land, warum sollten sie am Sonntag nicht arbeiten? Das musste ich ihr mindestens fünf mal sagen und es erstaunte sie immer noch. Nun, mich auch ein wenig, es war ja schon ungewohnt.&lt;br /&gt;Der Tempel war nach einer Straße kaum zu übersehen , denn wenige Meter davor war auch eine siebenstöckige Pagode, die allerdings extra Eintritt kostete und darauf waren weder Nicole noch ich scharf. Eintritt für den Tempel wie immer 10 Yuan. Er war wirklich groß. An den Seiten die üblichen Geschäfte und Mini-Schreine, Vorhof, Tempelgebäude.. und so weiter.&lt;br /&gt;Neben einem dicken Buddha gab es dünne Buddhas, alle von Wächterdämonen geschützt, oder von Drachen, oder Tempellöwen. Sogar weibliche Gottheiten waren vertreten, wow, und es gab eine Halle der 1000 (oder so) Buddhas. In einem Gebäude waren die Wandmalereien besonders schön.&lt;br /&gt;Obwohl taoistische wie buddhistische Malerein mittlerweile einen chinesischen Stil inne haben, unterschieden sie sich vor allem darin, dass die taoistischen BIlder mehr Personen und Personifikationsbezogen sind und sich technisch an die Wandfarbe mit Pastellfarben halten. Die buddhistischen dagegen liegen oft auf einer hellblauen Hintergrundfarbe, die Farben an sich sind kräftiger und leuchtender und die Figuren im Verhältnis deutlich kleiner und die Umgebung dieser, z.B. Wolken, deutlich stärker stilisiert. &lt;br /&gt;Besonders erheiternd war es, dass neben Obst u.ä. auf den Opferaltären der Schreine auch zahlreiche Tuc-Packungen lagen.&lt;br /&gt;Ansonsten war Highlife in allen Gassen. Die chinesischen Gläubigen saßen herum und falteten silberne oder goldene Zettelchen, deren Sinn uns verschlossen blieb. Irgendwann tauchten auch Mönche auf, 80 sollte es insgesamt geben, die sich für einen der geplanten "Gottesdienste" vorbereiteten. Einige von ihnen wirkten unfreundlich und genervt, einer knurrte mich sogar an- da spürte ich, dass auch ich diesmal einem TV-Stereotypen erlegen war. Bei den vielen Touristen, die hier wohl sonst waren, kann man natürlich auch verstehen, dass man genervt ist... nur falsches Kloster, gelle?&lt;br /&gt;Eigentlich hatten wir vor, danach in den botanischen Garten zu gehen, doch wir fanden den Weg nicht und auch niemanden, der ihn uns wirklich erklären konnten. Da der Himmel sich mal wieder verdunkelte beschlossen wir umzukehren und in den Märtyrerpark zu gehen, der lag gleich neben dem Tempel. Und angemessen genug gekleidet waren wir auch. Zugang zum Friedhof kostete 1 Yuan, Museum 5 Yuan, das sparten wir uns aber, denn der Park schloss schon um 17 Uhr. Es war eine sehr schöne, gut gepflegte Anlage, wenn man von dem ein oder anderen Brunnen absah.&lt;br /&gt;Wieder waren die Denkmäler in griech. römischer Art gehalten, einige aber auch mit Walküren bestückt und meine Gedanken waren: HÄÄÄ? Was hat das mit chinesischen Kriegshelden zu tun?! Nix. Später sahen wir sogar noch einen Bronzeriesen aus der nordischen Mythologie rumliegen.&lt;br /&gt;Naha bei den Kinderhelden wurde der Park, der ruhig und ehrenhaft gehalten werden sollte, doch als lauthalser Kinderspielplatz genutzt.&lt;br /&gt;Gut, dass die Chinesen genau so wenig Respekt vor Friedhöfen haben wie die Deutschen. Aber ich gehöre ja eh zu der Fraktion, die findet, dass man Leben und Tod nicht völlig trennen muss.&lt;br /&gt;Danach hatten wir Hunger und machten uns über eine im traditionellen Baustil gehaltene Fußgängerbrücke auf zum Kentucky schreit Ficken.&lt;br /&gt;War mir diesmal auch recht, das Hühnchen in China schmeckt häufig sehr wabblig.&lt;br /&gt;Im Vergleich zu Deutschland war es mit 22 Yuan extrem günstig, mit chinesischem Essen kommt man aber wesentlich billiger und oft auch leckerer weg.&lt;br /&gt;Wir suchten uns einen Taxistand, der lustigerweise umzäunt war, aber wir bekamen fast sofort ein Taxi.&lt;br /&gt;56 Yuan. Heftig für uns insgesamt abe Taxi lohnt sich. In Deutschland ist Taxi nur was für Reiche oder extrem Verzweifelte, die dann noch verzweifelter werden.&lt;br /&gt;</content>
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    <title>Shanghai- Reise, 21. - . Tag/ Journey to the East</title>
    <published>2007-10-04T21:27:22Z</published>
    <updated>2007-10-04T21:27:22Z</updated>
    <content type="html">&lt;a name="cutid1"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Freitag, 24. August 2007, 21. Tag&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An diesem Tag wollten wir mit Nina und Jenny direkt nach der Uni zum Shanghai-Museum. Der Weg klang, wie immer, einfacherals er war. Man nehme die 55 von der Uni aus, fahre zur Nanjing Rd und laufe zum Peoples Square (Renmin Guangchang) bis man da ist. Ja toll.&lt;br /&gt;Wir liegen also an einem der heißesten Tage die Nanjing hinunter, in neuste Sphären, bis zum jüngsten Tag- oder so kam es mir vor, als wir dann immerhin mal den Peoples Square erreichten. &lt;br /&gt;Da wir aber nicht wussten, wo die Unterführungen hinführten, liefen wir oben her.&lt;br /&gt;Irgendwann sahen wir das Museum im eigenwilligen Architekturstil aus der ferne und liefen über eine engere Straße voll mit Spießküchen. WO vorher die Lookie-Lookie-Cheapa-Cheapa, wanna buia Rolleks?- Typen nervten, übernahmen jetzt die Minihändler mit ihren Gummipüppchen und wiederauferstehenden zermatschbaren Schweinchen. Kurz darauf erreichten wir einen idyllischen Minipark und stürzten uns auf die letzte im Schatten gelegene Bank. Und das 100 meter Luftlinie vom Museum entfernt.&lt;br /&gt;Unsere XXL Flaschen (600 ml= waren schon leer und wir haben sie einem Flaschensammler, der aussah, als könne er sie gebrauchen.&lt;br /&gt;Ich weiß allerdings nicht genau, was er damit anstellte, dennn sowas wie Pfand gibt es zumindest in Shanghai nicht. Nach etwas verschnaufen und zig Fotos by Nicole machten wir uns auf ins Museum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erfreulicherweise wurden unsere Studentenausweise anerkannt, wodurch wir nur 5 Yuan statt 20 zahlen mussten. Sehr schön. Ausstellungen gab es zu der Zeit keine, also deckten wir uns mit Infozetteln zu den Gallerien ein, die es neben Chinesisch und Japanisch auch auf Englisch gab. Die einzige englische Führung hatten wir allerdings verpasst, die fand um 10:30 Uhr statt, wer hat da denn bitteschön Zeit?!&lt;br /&gt;Also, erste Station Bronzen der Antike. Wirklich faszinierend, mal abgesehen von den 1001-Teebechern, die alle gleich aussahen. Interessant fand ich die Streitaxt am Eingang, da man so grobschlächtiges Später bei chinesischen Waffen selten findet. Ferne die Kessel mit hineinlugenden Tiergriffen, die sehr an die aztekischen Jaguartöpfe erinnern und Wasserkessel, in denen sich zig klene Tierfiguren befanden. Auch das Glockenspiel eines alten Königs, dass per Audioanlage beim Ausstellungsstück eingespielt wurde, klang wunderschön. Am Ausgang befanden sich mehr oder weniger petrifizierte Trommeln mit Fröschen dran. Wer immer sie schuf, hatte sein Lebtag lang keinen Frosch gesehen.&lt;br /&gt;Die nächste Station waren Skulpturen aller Arten, vor allem aber buddhistischer und eine handvoll Könige. Von Gold, Jade, über Holz bis Stein alles vorhanden, aber gut überschaubar. Neben Buddha Shakyamuni nahmen vor allem Wächterstatuen den meisten Platz ein. An einer Stelle zeichnete ein älterer Künstler eine Statue ab. Unglaublich, mit welcher Akkuratheit und Genauigkeit und Detailtreue in einer bemerkenswerten Geschwindigkeit. Ich war richtig neidisch, habe aber gerne eine Weile zugeschaut.&lt;br /&gt;Das Prunkstück war en bemalter Holzbuddha aus einem der Klöster.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Darauf ging es in die Keramiksammlung. Nicht grade mein Ding, aber nett anzusehen, vor allem die Maltechnik der Fische machte sich gut. Drachen sahen auf vielen Tellern aber einfach albern aus und waren fast schon cartoonartig. Die Kalligraphieabteilung war dann Nicoles Reportroire. Ich finde Schriftzeichen zwar auch schön und male sie gerne mit dem Pinsel, doch ich bin dann eher der Bildertyp und so lange ich die Texte nicht lesen kann, sind sie für mich nur halb so wertvoll.&lt;br /&gt;Nicole allerdings machte sich ein Video der Ausstellung, was man ihr als Kunst anrechnun muss, da man quasi an den Scheiben kleben musste, bevor mal das Licht anging.&lt;br /&gt;Darauf ging es an die Siegel. Eine wirklich interessante Sammlung in der Siegel selbst wie auch Stempel ihre Schönheiten hatten. Am besten gefielen mir vier winzige goldene Löwen und fast alles aus Jade. Interessant war ein Stempel, dessen Zierde zwei sich paarende Schildkröten oder Meerscweinchen ;) waren. Danach war erstmal Pause und wir setzten uns ins Café um etwas zu trinken undn extrem leckere Törtchen zu genießen. Getrunken habe ich einen Eiskaffee mit Lavazza, da hätte Sigi geguckt...&lt;br /&gt;Aber für chinesische Verhältnisse im Museum natürlich sehr teuer.&lt;br /&gt;Nach dem Essen verschlug es uns in eine Bildergallerie, woe ich auch prompt fast eine Stunde kleben blieb.&lt;br /&gt;Doch es gab einfach unglaublich viel zu sehen und die meisten Bilder waren wunderschön. Der extreme Detailreichtum der chinesischen Landschaftsmalerei  verlangt einfach Zeit, um alles genau zu entdecken udn zu erfassen um es wirklich zu genießen. Da kann man nicht rennen, da muss man sich drauf einlassen!&lt;br /&gt;Leider war ichd ann gezwungen durch die restlichen Ausstellungen zu rennen. Viel bekam ich noch von der Münzsammlung mit. Riesig! Ich muss mehr Fotos machen, grade die fremdländischen, römischen und byzantinischen Münzen waren scön. Ein Paradies für meinen Onkel. Danach bekam ich noch ein paar Möbel und Kleidung der Minderheiten mit, für die Jade reichte es nicht mehr, da das Museum schloss. Museen schließen in China mit 16:30 eh sehr zeitig. Wir konnten aber noch in den Shop, der war echt gefährlich voller guter Bücher. Endlich fand ich was ich suchte: Mythen übersetyt und chinesische Literatur, von der ich bisher nur wusste, dass sie gut war- Journey to West und Freams of the Red Mansions, von der ich nicht nur die Kompilation, sondern nun auch das 4 Bändige Gesamtwerk und eine 36 teilige Fernsehserie besitze, herzlichen Dank, Herr Findeisen! (Wie immer Schuld an allem).&lt;br /&gt;Dort wurden auch noch rausgeschmissen und suchten uns ein Taxi um mit schmerzenden Füßen dorthin zu fahren, was man aus Gewohnheit "heim" nannte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Notiz des Tages: Immer schön zwei Packungen Ersatzbatterien haben!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="cutid2"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Samstag, 25. August 2007, 22. Tag&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute Großreise, wir hatten die grottendämliche Idee, uns am Suzhou-Feldzug zu beteiligen. Das hieß nach Hauptfeldwebel Kristina: Morgenappell um 5 Uhr, wie in einer anständigen Kaserne. Für Nicole und mich hieß das: Zapfenstreich um 21 Uhr. Aber natürlich konnten wir Nachteulen nicht sofort einschlafen. Dafür mussten wir um 4 Uhr morgens aufstehen, um irendwie rechtzeitig wach zu sein.&lt;br /&gt;Trotz der normalen 6-7 Stunden Schlaf fühlten uns extrem erschlagen und watschelten im Wachkoma zur Haltestelle, um mit dem ersten Bus zum Hauptbahnhof zu fahren. Dieser war so schnell so stark überfüllt, dass man auch beim Umfallen nicht umfallen würde. Und Luft bekam man nur in Tüten.&lt;br /&gt;Endlich beim Bahnhof angekommen, wurden letzte Tickets (25 Yuan) verteilt, denn in den Bahnhof kam man nur, wenn man ein Ticket hatte. Auch sonst ging es zu wie am Flughafen.&lt;br /&gt;Kaum war man drin, musste man die Tasche röntgen lassen. Ich frage mich, ob meine Tabletten bei der Strahlendosis überhaupt noch wirken. Dann mit Rolltreppen weiter und in eine riesige Wartehalle mit mehreren Gates und unendlich langen, langsam schleichenden Schlangen. Dort hindurch dann zum passenden Gleis, der beinahe unterträglich nach Exkrementen roch.&lt;br /&gt;Wir fuhren mit einem schnelleren, nett eignerichteten Zug und erreichten Suzhou nach ca. 45-55 Minuten. Während der Fahrt wurden wir vom Catering und von irgendwelchen Verkäufern genervt, die lauthals ihre Taschenlampen anpriesen, die auch noch Lärm machen konnten, toll!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erstmal aus dem Bahnhof raus. Dann die Diskussion: Früh oder spät zurück? Denn man wollte jetzt Karten kaufen, damit sie abends nicht vergriffen waren.&lt;br /&gt;Ich sagte ja gleich, dass an diesem heißen Tag bei so viel herumgerenne, es eventuelle klüger sei sich auf Erschöpfung einzustellen und früher zurückzukehrren. Gegen 21 Uhr zurück zu sein fand ich gut, vor allem weil ich  den Anruf meiner Eltern noch erwischen würde. Wie immer härte niemand auf mich, falls sie mich überhaupt hörten. Jedenfalls löste sich die früher-fahr-Fraktion plötzlich in Nichts auf und es wurden Tickets für halb 22 Uhr gekauft, viel Wahl hatte ich nicht, denn alleine Reisen war mir doch etwas zu gefährlich.&lt;br /&gt;Wir, die draussen warteten, wurden von allen Seiten angelabert und man versuchte uns energisch wieder mit dem Bus nach Shanghai zurück zu schaffen. Denn wenn alle Sitzplätze besetzt sind, war der Bus ja noch nicht voll genug.&lt;br /&gt;Dann gings los und unser erster Sight war ein Tempel (der ewigen Schuld), der Bao'se si Tempel, der für die Nordtempelpagode berühmt war. Eintritt 25 Yuan unter Addition evtl. Ausgaben an die Bettler, die den Eingang belagerten.&lt;br /&gt;Das Ambiente war harmonisch, ein schöner Vorplatz, wenn auch an der Seite mit den üblichen Tempelläden bestückt. Immerhin war ein guter Fotostand dabei, wo ich Batterien und eine größere Speicherkarte besorgen konnte. Auf dem großen Plateau war eine dicke Buddha-Statue, hinter der nochmal eine Kriegerstatue stand. Mehr lenkten mich aber die verdammt süßen Aschenbecher/Mülleimer in Tempellöwenform ab, deren Mäuler die Öffnungen darstellten.&lt;br /&gt;Viel zu niedlich um sie mit Müll zu füttern.&lt;br /&gt;Zentrum war natürlich die Nordtempelpagode. Äußerlich wie jede andere Pagode buddhistisch-gelb gestrichen mit chinesischen Dächern geschmückt, an deren Ecken typische rote Laternen und Lampignons hingen. Innen war der Fuß karg aber geräumig eingerichtet. Im Zentrum eine schwarze Buddha-Shakyamuni Statue, meditierend.&lt;br /&gt;An jeder Seite war ein Fenster eingelassen durch dass man sie shen konnte, doch am besten natürlich von vorne. Kurz dachte ich daran hochzusteigen, doch die engen, steilen Rotholztreppen reichen mir schon und 9 Stockwerke hörten sich für mich Acrophobikerin auch nicht verlockend an. Diese Entscheidung bereuhte ich nicht, denn der Augstieg war, wie mir erzählt wurde, beschwerlich, die Absperrung luft und der Ausblick auf eine Betonlandschaft nicht berauschend.&lt;br /&gt;Ich sah mich also lieber unten um, dort gab es einen Bücherstand zum Tempel, nur leider komplett auf Chinesisch, und so toll ist meines nun auch wieder nicht. Ich kaufte mir allerdings eine CD mit den Liedern, die dort die ganze Zeit liefen (wer will schon selber singen?) und nicht nur schön sondern auch entspannend waren, zumindest für mich. Die Umgebung war daran auch nicht unschuldig. Da ich die Selbstschläge mit Reisigzweigen der Tempelgänger nicht ohne auto-suggestives Jucken ertragen konnte, widmete ich mein Interesse für eine ganze Weile einer Gruppe Seniorinnen, die erste Taiji-Übungen vollführten. Dabei versuchte ein älterer Herr sich verzweifelt mit mir zu unterhalten, ich hätte es ja gerne getan- doch ich verstand ihn einfach nicht. Frustriert gab ernach dem 6. "Bu ting dao!" auf und es tat mir sehr leid, denn ich unterhalte mich gerne mit älteren Menschen, da man von ihnen viel lernen kann.&lt;br /&gt;Als dann die ersten aus der Pagode wieder raustrotteten begann die Erforschung des restlichen Areals. Hinter der Pagode befanden sich Gebäude und der 7. Getränkeshop, dem gegenüber der klassische Vorhof und ein offenes, etwas wie ein Schrank erinnerndes Gebäude in dem die lokale Statue saß.&lt;br /&gt;Rechts ging es in den Garten, links war dort wie immer ein Teich und rechts ein steiniges Areal mit Naturtreppen.&lt;br /&gt;Wir gingen weiter grade aus dun mussten zu meinem Unmut über drei wacklige Steine den Fluss überqueren, ich sah mich schon im Wasser liegen.&lt;br /&gt;Auf der anderen Seite lag eine Teebar, die auch sonst alles verkaufte, was man chinesisch nennen kann. Dort war ein großer See mit allerlei Fischen, auch Schildkröten. Anbei sei gesagt, dass Schildkröten schrecklich eitle Tiere sind, die sich nicht ohne Make-Up ablichten lassen wollen. Wie sonst könnte man sich sonst erklären, dass die Rotwangen ewig an der Oberfläche trieben, doch sobald man den Fotoapparat auf sie richtete, abtauchten und das blitzschnell?&lt;br /&gt;Dies frustrierte vor allem Schildkröte